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Hockey-Oberliga HC Delmenhorst ärgert Topteam Braunschweig

Von Daniel Niebuhr | 05.06.2016, 22:35 Uhr

Hockey-Oberligist HC Delmenhorst hat die Rettung trotz eines 4:8 gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Braunschweiger THC noch in eigener Hand.

Es war heiß gestern Mittag an der Lethestraße, die meisten der 30 Zuschauer drückten sich beim Hockey-Oberligaspiel des HC Delmenhorst gegen den Braunschweiger THC im Schatten herum. HCD-Spielertrainer Ulli Hader schonte sich jedoch nicht: In der Schlussminute spurtete er noch verbissen (und vergeblich) einem langen Ball hinterher; als die Partie gegen den Spitzenreiter dann vorbei und mit 4:8 (3:3) verloren war, hatte er noch genug Luft für eine Ansprache an das Team. Tenor: Köpfe hoch, Augen nach vorne. „Wir haben nicht schlecht gespielt, waren nur etwas zu schlampig“, meinte er.

Tatsächlich hatte der HCD das ungeschlagene Topteam besonders in der ersten Hälfte in Verlegenheit gebracht, als Marvin Schamuhn, Robert Hader und Jan von Bassen ein 0:2 zum 3:2 drehten. Die Braunschweiger hatten mit Paul Richwien aber den Mann, der den Unterschied machte. Er erzielte alle drei Treffer vor der Pause und legte dann noch drei weitere nach. Zwischen der 42. und 57. Minute machte Braunschweig aus dem 3:3 ein 8:3, bevor Schamuhn das letzte Tor des Tages gelang.

Die Delmenhorster können den Klassenerhalt aber dennoch aus eigener Kraft schaffen. Am Abend verlor Konkurrent Hannover 78 II beim Tabellendritten Club zur Vahr II mit 2:3 und blieb damit einen Spieltag vor Schluss hinter dem HCD auf Rang sieben. Selbst bei einer unglücklichen Entwicklung in den höheren Ligen wäre Delmenhorst als Sechster gerettet. „Das ist das Ziel“, sagte Hader.