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Hockey-Verbandsliga HC Delmenhorst träumt vom Doppel-Aufstieg

Von Klaus Erdmann | 24.04.2019, 21:15 Uhr

Nach dem sensationellen Aufstieg in der Halle ist der Hockey-Club Delmenhorst auch auf dem Feld ein Titelanwärter.

Auf die Frage, was er denn am 23. Juni macht, reagiert Henning Bremer mit einer kurzen Pause. „Ich denke, an diesem Tag steht ein Aufstiegsspiel im Kalender“, antwortet der Herren-Trainer des Hockey-Clubs Delmenhorst (HCD) dann lachend. Der Sieger dieses Treffens steigt dann von der Verbands- in die Oberliga auf. Der HCD, der am Donnerstag, 20 Uhr, mit einem Auftritt bei Schwarz-Weiß Bremen in die Saison zurückkehrt, besitzt gute Chancen. Schließlich belegt er nach drei von zehn Partien den zweiten Platz und würde bei einem Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied in Bremen die Tabellenspitze übernehmen. „Saisonziel ist der Meistertitel“, betont Bremer unmissverständlich und trotzt damit der Ungewissheit.

Einziges Testspiel geht verloren

Diese basiert auf der Tatsache, dass die Vorbereitung bei den Delmenhorstern nicht rund lief. Bremer, dessen Mannschaft mit sieben Punkten hinter dem Bremer HC II (vier Spiele/zehn Zähler) und vor GVO Oldenburg (drei/sechs) liegt, sagt vor dem Treffen beim Tabellenfünften: „Wir wissen nicht, wo wir stehen.“ Seit Anfang März befindet sich der HCD in der Vorbereitung. Aufgrund von personellen Problemen gab es lediglich ein Testspiel, das gegen eine gemischte Vertretung des Clubs zur Vahr mit 2:6 verloren ging. „Weitere Spiele und ein Turnier haben wir abgesagt“, berichtet Bremer.

18 Aktive bilden den Delmenhorster Kader. „Zur Zeit stehen 15 Spieler zur Verfügung“, sagt der Coach. Zum Aufgebot gehören mit Jan von Bassen, der aufgrund einer Knieverletzung zwei Jahre lang nicht spielte, und Jonas Kempen (pausierte ein Jahr) zwei Rückkehrer. Bei SW Bremen, gegen den HC Horn (Mittwoch, 1. Mai, 15 Uhr) und beim Bremer HC II (Samstag, 4. Mai, 16 Uhr) kann Friedemann Brockmeyer mitwirken. Nach diesen drei Spielen kehrt er nach Wien zurück, wo er studiert. „Wir müssen sehen, wie wir mit unserer Personaldecke durchkommen“, sagt Bremer. Auf dem Konto des Teams von der Lethestraße befinden sich ein 4:4 gegen den Bremer HC II, den der HCD-Trainer als „stärksten Konkurrenten“ bezeichnet, sowie Siege beim punktlosen Schlusslicht Hanseatischer HC (9:1) und gegen Verfolger GVO Oldenburg (3:2).

Letzter Spieltag am 16. Juni

Mit einem 10:4 über den Goslarer HC 09 gelang den Herren des HCD am 24. Februar der Aufstieg in die Hallen-Oberliga. Wirkt der überraschende Erfolg noch nach? „Es ist ein Ruck durch den Verein gegangen“, antwortet Bremer. „Die Jugendteams sind motivierter.“ Mittlerweile sei die Euphorie aber etwas verpufft.

„Doppel-Aufsteiger HCD“ – würde Bremer diese Überschrift gefallen? „Sie würde mit sehr gut gefallen“, antwortet er lachend. „Es kommt auch immer auf die Tagesform an“, ergänzt er. „Die Verbandsliga ist für einige Spieler ein Maximum, für andere in Minimum.“ Er wolle in Ruhe etwas aufbauen. Spätestens nach dem letzten Spieltag am 16. Juni weiß er dann auch, ob er am 23. Juni etwas vorhat.