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HSG Delmenhorst erwartet TvdH Oldenburg Spitzenteams schieben sich gegenseitig Favoritenrolle zu

07.10.2017, 09:43 Uhr

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst, die nach dem 31:15 über Schlusslicht HSG Bützfleth/Drochtersen das zweite Heimspiel in Folge bestreiten, stehen vor dem Sprung an die Spitze. Die HSG, mit 7:3 Zählern Dritter, empfängt heute Abend den TvdH Oldenburg, der das Feld mit 8:2 Zählern anführt. Das Gipfeltreffen, die einzige Verbandsliga-Partie an diesem Wochenende, beginnt am Samstag um 19.15 Uhr in der Stadionhalle.

Legt man die Aussagen der Beteiligen zugrunde, so besitzt das Spitzenspiel keinen Favoriten.So erklärte Jörg Rademacher, Trainer der Hausherren, bereits vor der Begegnung mit Bützfleth/Drochtersen: „Ich sehe uns nirgendwo in der Favoritenrolle. Wir sind nicht in der Position, es mal eben so zu machen.“ Gast Oldenburg entgegnet auf seiner Facebookseite: „Die Favoritenrolle, die uns Rademacher nach dem letzten Spiel seiner Mannschaft zugeschoben hat, geben wir gerne zurück. Wer als Projekt ‚Delmenhorst 2020‘ den Aufstieg in die 3. Liga plant, sollte sich in jedem Spiel in der Verbandsliga als Favorit sehen.“

HSG Delmenhorst ließ zuletzt zu viele Großchancen liegen

HSG-Coach Rademacher merkte nach dem Kantersieg gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen an, dass seine Mannschaft „einige Hundertprozentige“ habe liegenlassen und die Kombinationen noch nicht so gelaufen seien, wie er sich das vorstelle. Wichtig seien die beiden Punkte, denn: „Dadurch haben wir eine gute Ausgangsposition.“

Eine Position, die Delmenhorst die Chance bietet, den Spitzenrang zu erreichen. Platz eins, so der Coach der HSG, wäre eine „gute Momentaufnahme“. Rademacher: „Wenn man die Chance hat, sollte man es probieren.“

Litauer Andrius Gerve Toptorjäger beim TvdH Oldenburg

Die Oldenburger kamen zuletzt zu einem 26:25 gegen Tura Marienhafe. Rademacher befand sich unter den Zuschauern. „Bei Oldenburg haben Leute gefehlt. Die Mannschaft hat glücklich gewonnen und verfügt über viel Selbstvertrauen“, berichtet er. „Aber wir sehen in erster Linie auf die eigene Leistung.“

Herausragender Torschütze bei den Gästen ist Kreisläufer Andrius Gerve. Der Litauer, der vom Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz zum Turnverein vor dem Haarentor kam, langte in seinen fünf Spielen 37-mal zu. Zum Vergleich: Die Delmenhorster Stefan Timmermann und Andre Haake brachten es bislang jeweils auf 30 Tore. Haake litt dieser Tage unter Adduktorenproblemen. Rademacher ist zuversichtlich, dass der Routinier dabei ist: „Andre hat am Donnerstag trainiert. Ich kann mir vorstellen, dass er auf die Zähne beißen wird.“ Neuzugang Tim Coors (Rückenschmerzen) fällt hingegen weiterhin aus.

Trainer Jörg Rademacher hofft auf Unterstützung: „Ich würde mich freuen, wenn ganz viele Delmenhorster zu diesem Spiel kämen. Die Mannschaft hätte es verdient.“