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HSG Delmenhorst Neue Liga, neuer Kader, altes Ziel

Von Daniel Niebuhr | 08.09.2016, 09:26 Uhr

Die Handballerinnen der HSG Delmenhorst kämpfen mal wieder gegen den Abstieg. Ansonsten ist vieles neu beim Landesligisten.

Delmenhorst. Ganz neu ist das Thema für Stefan Neitzel ja nicht. Abstiegskampf vom ersten Spieltag an, das kennt der Trainer der Delmenhorster Handballerinnen schon: Vor einem Jahr rettete sich der Landesligist mit einem Punkt Vorsprung, im Sommer nur als Nachrücker. Neitzel weiß also, wovon er redet, wenn er sagt: „Für uns kann es nur um den Klassenerhalt gehen.“

Diese Erkenntnis ist aber so ziemlich das einzige, was man bei der HSG vor der am Sonntag gegen den TSV Morsum beginnenden Saison weiß. Ansonsten schweben eine Menge Fragezeichen über der Stadionhalle: Wie stark ist die Landesliga Bremen, in die Neitzels Team nach dem Verbandswechsel des Vereins einsortiert wurde? Wer geht nach den namhaften Abgängen voran? Und wie schlagen sich die nachgerückten A-Jugendlichen? Neitzel steht auf der Suche nach Antworten auch erst am Anfang. „Ich kenne die Liga nicht“, sagt er offen auf der HSG-Facebookseite. Für den ersten Gegner, immerhin Vorjahres-Dritter, gilt das auch. Konsequenterweise kündigt Neitzel an: „Wir werden uns auf unser Spiel konzentrieren.“

A-Jugendliche müssen Stammkräfte ersetzen

Im eigenen Team gibt es auch Arbeit genug. Mit Kerstin Janßen, Lara Winkelmann, Sharleen Siemers, Alexandra Hildener und Michelle Steinbach sind einige Stammkräfte gegangen. Mit Alyssia Schneider, Celin Hanenkamp und Giana Schierenbeck kommen drei der Haupttorschützinnen aus dem A-Jugend-Team dazu, das zuletzt ebenfalls in der Landesliga spielte. Allerdings sind Tempo und Druck im Damenteam ungleich höher. „Die Last wird jetzt auf mehrere Schultern verteilt werden müssen“, sagt Neitzel, der glaubt, dass sich mögliche neue Führungsspielerinnen bis Anfang Oktober herausstellen werden.

Renken neu an der Linie

Immerhin konnte Neitzel in der Vorbereitung mit seinem neuen Partner Ingo Renken zusammenarbeiten, der aus der Nahwuchsabteilung des Bundesligisten Buxtehuder SV kommt – und er ist „nicht unzufrieden“, wie er sagt. Trainingsbeteiligung und Engagement stellte das Duo zufrieden, das 20:21-Aus im Landespokal bei der klassentieferen HSG Harpstedt/Wildeshausen wohl weniger. „Wir wollen konkurrenzfähig sein“, sagt Neitzel – gegen Morsum steht gleich eine echte Nagelprobe an. Allerdings hat das Team aus dem Kreis Verden in der Vorbereitung ebenfalls Abstimmungsprobleme offenbart.