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HSG gegen Werder Delmenhorster Handball-Fest mit Rückkehrern

Von Daniel Niebuhr | 25.07.2015, 12:03 Uhr

Drei gebürtige Delmenhorster kommen heute mit Werder Bremens Handballerinnen zum Freundschaftsspiel bei der HSG

Die Bundesliga kann anstrengend sein, wer wüsste das besser als Alina Otto? Mit 16 Jahren debütierte die gebürtige Delmenhorsterin in der ersten Handball-Liga, 51 Spiele für die HSG Bad Wildungen und den VfL Oldenburg in der höchsten deutschen Klasse stehen mittlerweile in ihrer Bilanz. Die 19-Jährige trägt aktuell das Trikot von Werder Bremen, mit dem sie in dieser Woche erleben darf, dass auch die 2. Bundesliga stressig ist. Dienstag und Mittwoch Einheiten in der Halle, Donnerstagmittag Klausur an der Uni, abends dann ein Trainingsspiel bei der HSG Hude/Falkenburg – und Samstag das große Handballfest in ihrer Heimat. Und dabei hat die Vorbereitung gerade erst angefangen.

Otto freut sich auf das Wiedersehen

Es ist leicht zu erraten, welcher Termin Otto am liebsten ist: das Freundschaftsspiel bei der HSG Delmenhorst am Samstag ab 13.30 Uhr in der Stadionhalle, in der sie selbst in der Jugend aufgelaufen ist. Es sei etwas Schönes, an alter Wirkungsstätte zu spielen, sagt sie; zumal der Rahmen festlich zu werden verspricht. Im Anschluss spielt die Delmenhorster Herrenmannschaft gegen den Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf, es ist also einiges an Publikum zu erwarten für Ottos Rückkehr nach Delmenhorst. „Es werden wahrscheinlich auch ein paar Freunde und Familienmitglieder zuschauen“, erzählt sie. „Ich freue mich richtig auf dieses Spiel.“

Rückkehr für Torhüterin Meyer und Coach Giron

Das dürfte ihr nicht als einziger Bremerin so gehen. Werders Torhüterin Alexandra Meyer, die im Sommer dazustieß, hat ebenfalls einst für die HSG gespielt, ehe sie wie Otto 2010 wechselte und über Oldenburg und Mainz in Bremen landete. Die Bookholzbergerin brachte es in ihrer Laufbahn immerhin auf zwei Jugend-Länderspiele und einen Einsatz in der Bundesliga. Dritter Rückkehrer ist Trainer Patrice Giron, der auch in Delmenhorst geboren wurde, in Ganderkesee wohnt und das Team nach dem Zweitliga-Aufstieg übernommen hat. Zu seiner aktiven Zeit traf er mit dem TSV Ganderkesee auch gelegentlich auf die HSG Delmenhorst und damit auf deren heutigen Damen-Coach Stefan Neitzel.

Delmenhorst will gut mitspielen

Am Samstag werden die beiden zum ersten Mal als Trainer Gegner sein – die Vorzeichen sind natürlich eindeutig. „Werder wird das Ding schon schaukeln. Ich hoffe, dass sie uns mitspielen lassen“, sagt Neitzel. Sein Landesliga-Team hat zwar bereits vier Testspiele absolviert, einem Gegner aus der zweiten Liga ist aber noch keine seiner Spielerinnen begegnet. „Es wird eine schöne Erfahrung. Ich werde alle Mädels spielen lassen und sehen, was passiert“, sagt Neitzel.

Wie es gehen kann, zeigte am Donnerstagabend Drittliga-Aufsteiger Hude/Falkenburg, der im Trainingsmatch gegen Werder beim 25:33 gut mithielt. „Das wird uns so nicht gelingen“, glaubt Neitzel. „Aber wir werden schon dazu beitragen, dass die Zuschauer ihren Spaß haben.“