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HSG Grüppenbühren/Bookholzberg Sven Engelmann hört zum Saisonende auf

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 15.03.2017, 21:14 Uhr

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg muss zur neuen Saison ohne Trainer Sven Engelmann auskommen. Der frühere Zweiliga-Spieler hört aus beruflichen Gründen auf. Co-Trainer Andreas Müller übernimmt das Team. Der Verein trifft noch weitere richtungsweisende Entscheidungen für den Unterbau und den Nachwuchsbereich.

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist gerade auf dem besten Weg, wieder Handball-Verbandsligist zu werden. Vier Jahre ist es her, dass die Mannschaft in die Landesliga abstieg, dort stehen die Zeichen bei einer Tabellenführung mit vier Zählern Vorsprung klar auf Meisterschaft. Der Verein arbeitet bereits an der näheren Zukunft und hat nun die zentralen Entscheidungen für die kommende Saison getroffen.

Die wichtigste Veränderung findet auf der Trainerbank statt: Sven Engelmann legt nach vier Jahren sein Amt aus beruflichen Gründen nieder, sein Nachfolger wird Co-Trainer Andreas Müller. Manfred Meyer bleibt Torwarttrainer. Engelmann spricht dem Gespann bereits höchstes Lob aus: „Wenn ich diese Mitarbeiter nicht gehabt hätte, wäre die Mannschaft sicher noch nicht so weit, doch auch der immense Ehrgeiz der gesamten Mannschaft hat uns zusammengeschweißt und auch deutlich weiter nach vorne gebracht.“

Weiterentwickung unter Sven Engelmann

Unter Engelmann hat sich das Team in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt, der Spaß war nicht nur im Spiel, sondern auch im Training zu spüren. Auch die Doppelbelastung zwischen Grüppenbühren/Bookholzberg und zunächst dem FTSV Jahn Brinkum und später der HSG Stuhr steckte er immer locker weg. 2015 verpasste er mit dem Team erst am letzten Spieltag den Aufstieg, außerdem verbuchte er die Plätze sechs (2013/14) und fünf (2015/16), jeweils mit positiver Bilanz. Am 2. April macht er auswärts beim TV Bissendorf-Holte II die 100 Ligaspiele voll. In den bisherigen 97 Partien unter seiner Leitung warf Grüppenbühren/Bookholzberg im Schnitt genau 30 Tore pro Spiel – mehr als jede andere Mannschaft. In der kommenden Saison wird er nur noch die HSG Stuhr in der Landesliga Bremen betreuen. Trotz seines Abgangs wird das Team nach jetzigem Stand unverändert bleiben, auch der 41-jährige Leitwolf Werner Dörgeloh wird noch eine Saison dranhängen. 

Auch im Unterbau werden die Weichen gestellt. Heiner Warrelmann hat seine Bereitschaft erklärt, die in der Landesklasse noch abstiegsbedrohte zweite Mannschaft weiter zu trainieren. Nach einem Co-Trainer wird noch gesucht, um Warrelmann ein wenig zu entlasten. Es wird mit einigen Abgängen gerechnet, dafür sollen Talente erste Erfahrungen im Herrenbereich sammeln.

Vereinschef bastelt an schlagkräftigem Unterbau

Im Nachwuchsbereich klopft die HSG gerade an die Tür zur Eliteklasse. Die B-Jugend kämpft in der Oberliga um einen Platz in der A-Jugend-Bundesliga für die kommende Spielzeit. Die Verantwortung für diese Mannschaft werden Stefan Buß und Müller haben, dahinter soll es eine zweite A-Jugend-Mannschaft geben. Abteilungsleiter Holger Jüchter arbeitet noch an einem schlagkräftigen Aufgebot, das in die Qualifikation zur Landesliga geht. Allerdings werden für diesen Kader noch Spieler gesucht. Die männliche B-Jugend soll in der Qualifikation zur Oberliga starten, Andreas Dunkel wurde dafür als Trainer gewonnen. Die C-Jugend wird für die Landesliga gemeldet.

Bei den Frauen, die vor zwei Jahren sogar ein kurzes Gastspiel in der Oberliga gaben, sieht es nicht ganz so gut aus. Nach fünf Niederlagen in Folge ist die Mannschaft von Harald Logemann auf den vorletzten Platz abgerutscht. Das rettende Ufer ist noch in Reichweite, das Restprogramm an den verbleibenden vier Spieltagen ist jedoch knifflig, dazu kommen etliche verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle. Harald Logemann hofft noch auf die Wende, hat aber bereits angekündigt, auch in der nächsten Spielzeit auf der Kommandobrücke stehen – ob in der Landesliga oder der Landesklasse. Mit Sarah Temporale steht auch eine Co-Trainerin bereit, um ihn nach Kräften zu unterstützen.