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HSG Grüppenbühren/Bookholzberg Viele Emotionen bei Sven Engelmanns Abschied

Von Heinz Quahs | 14.05.2017, 17:11 Uhr

Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben zum Saisonausklang die HG Jever/Schortens 35:28 (19:18) geschlagen. Beim Saisonausklang des Meisters und Verbandsliga-Aufsteigers gab es viele Emotionen.

Das Spiel war schon längst entschieden, das Ergebnis spielte für beide Teams keine Rolle mehr, da sorgte Sven Engelmann am Samstagabend um kurz vor 20.30 Uhr für ein echtes Highlight einer besonderen Saison: Zwei Minuten vor Ende der Landesliga-Partie seiner HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gegen die HG Jever/Schortens verzichtete der scheidende Meistertrainer auf weitere Instruktionen an seine Mannschaft. Stattdessen verabschiedete er sich in dieser Minute vor den Zuschauern von seiner Mannschaft. Danach ging das muntere Torewerfen auf beiden Seiten weiter. Die HSG gewann die Handball-Partie 35:27 (19:18), doch das Resultat war für beide Teams schon vor dem Anpfiff nebensächlich.

Nach dem Abpfiff feierten beide Mannschaften mit den 150 Zuschauern die Meisterschaft der Landkreis-HSG. Sven Engelmann freute sich über die Leistung seines Teams im letzten Spiel unter seiner Regie: „Es hat mir gefallen, wie stark wir uns als spielerische Mannschaft präsentierten. Selbst bei den Einwechslungen gab es keinen Bruch im Spiel, jeder fügte sich sofort ein und so konnten wir Tempo und Druck auf den Gegner jederzeit aufrechterhalten. Allerdings hätten 18 Gegentreffer in der ersten Hälfte nicht unbedingt sein müssen.“

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg findet schwer in die Partie

Beim Schaulaufen im letzten Saisonspiel tat sich die Landkreis-HSG allerdings schwer. Dabei sah es zunächst schon recht gut aus, denn die Engelmann-Sieben nutzte in den ersten Minuten die Chancen sehr gut aus und legte ein 9:4 vor. Dann jedoch häuften sich die Schwächen im Abschluss und auch die Deckung bekam nun kaum noch einen Zugriff auf den gegnerischen Angriff um die Haupttorschützen Jan Bergmann und Dennis Siebels, die allein insgesamt 15 trafen. Besonders nutzten die Gäste-Angreifer die Fehler im Spielaufbau und im Abschluss der Hausherren und kamen so zu insgesamt sechs einfachen Kontertoren.

Für die zahlreichen Zuschauer war es so ein abwechslungsreiches Spiel, zumal ihr Team zwar knapp, aber weiterhin noch vorne blieb. So kämpfte sich Jever/Schortens, das am Sonntagmorgen zur Mannchaftsfahrt nach Mallorca aufbrach, wieder Tor um Tor heran und lag zur Pause nur noch einen Treffer zurück. So stellte Engelmann sein Team in der Pause noch einmal neu ein und das zeigte gleich nach Wiederbeginn auch Wirkung. Zwar kamen die Gäste zunächst noch zum Ausgleich, doch in der Folge zeigte sich besonders die HSG-Deckung deutlich verbessert. Man ging jetzt mit mehr Biss in die Zweikämpfe und ließ auch dem gegnerischen Rückraum bei seinen Würfen nicht mehr so viel freien Raum. Auch die Ballgewinne wurden jetzt besser genutzt, denn nach schnellen und druckvollen Kombinationen wurden die Angriffe auch wieder sicherer abgeschlossen.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg zieht nach dem 21:21 davon

Bis zum 21:21 blieben die Gäste noch auf Augenhöhe, doch setzte die HSG nun konsequent nach und mit den Treffern von Marcel Janorschke, Marcel Behrens und dem treffsicheren Strafwurfschützen Werner Dörgeloh bauten die Hausherren ihren Vorsprung bis Mitte der zweiten Hälfte bereits auf 28:23 aus. Nach einer Auszeit der Gäste schlich sich aber erneut der Schlendrian ins HSG-Spiel, wieder wurden einige klare Chancen nicht genutzt, doch auch die Ostfriesen scheiterten nun einige Male am HSG-Keeper.

Schnell hatten sich die Landkreisler aber wieder gefangen, nachdem Engelmann noch einmal klare Worte zum eigenen Spiel gefunden hatte. Die Angriffe wurden nun wieder auf den Punkt ausgespielt und die Chancen auch ganz sicher verwandelt. So wurde Tobias Sprenger von Marcel Behrens gekonnt am Kreis angespielt und dieser verwandelte auch ganz sicher. Auch Kevin Pintscher setzte sich in der Schlussphase zweimal in Folge im Eins-gegen-Eins geschickt gegen seinen Gegenspieler durch und mit seinen Toren war die Begegnung dann endgültig entschieden.