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HSG Hude/Falkenburg spielt 27:27 Dean Schmidt schimpft auf die Schiedsrichter

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 30.10.2016, 20:52 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg sind beim Auswärtsspiel beim Elsflether TB nicht über ein 27:27 (18:13) hinaus gekommmen – und fühlen sich von den Schiedsrichtern verpfiffen.

Er war „sehr wütend“, „enttäuscht“ und gleichzeitig „traurig“. Als Dean Schmidt am frühen Sonntagabend über die vergangenen 60 Handball-Minuten seiner Mannschaft in der Handball-Oberliga der Damen sprach, wurmte den HSG-Trainer beim 27:27 (19:13)-Unentschieden beim Elsflether TB nicht das nächste unbefriedigende Ergebnis. Es war vielmehr die Leistung der beiden Unparteiischen Phillip Jandt/Kevin Peters (TSG Hatten-Sandkrug), die Schmidt mächtig die Laune verdorben hatte.

„Die Schiedsrichter sind lieb und nett. Aber ich glaube, bei einer Videoanalyse würden sie sich selbst erschrecken, was sie alles an falschen Entscheidungen gepfiffen haben“, schimpfte Schmidt. Sein Fazit: „Mit einer halbwegs vernünftigen Schiedsrichter-Leistung hätten wir hier klar gewonnen.“

HSG Hude/Falkenburg verspielt Sechs-Tore-Führung

Dabei lief es aus Sicht der Gäste lange Zeit richtig gut. Über 2:5 (10.), 9:9 (22.) und 18:13 (30.) hatte sich die HSG kurz nach der Pause mit dem 19:13 (31.) einen Sechs-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Danach sei jedoch laut Schmidt „die ganze Chose an komischen Entscheidungen“ angefangen. „Das nimmt einem die Lust am Handballspielen“, wetterte er und warf den Gastgeberinnen „Schauspielerei bei jedem Kontakt“ vor.

Elsfleth glich zunächst auf 19:19 (37.) aus, ehe die Führungen in der Schlussphase häufiger wechselten. Erst lag der ETB zwei Mal mit drei Toren (25:22, 48./26:23, 53.) vorne. Dann bewies Hude/Falkenburg jedoch Moral und ging 23 Sekunden vor Schluss durch das insgesamt achte Tor der guten Rechtsaußen Ashley Butler mit 27:26 in Führung. Bei seinem finalen Angriff bekam Elsfleth fünf Sekunden vor dem Ende einen Freiwurf zugesprochen, spielte diesen gut von links nach rechts aus und traf zwei Sekunden vor Schluss durch Ruth Nowack zum 27:27-Endstand. Schmidt bilanzierte: „Angesichts der Umstände kann ich vor der Leistung meiner Mannschaft nur den Hut ziehen.“