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HSG Hude/Falkenburg Trainer Thorsten Stürenburg ist zurückgetreten

Von Lars Pingel | 27.12.2015, 17:13 Uhr

Thorsten Stürenburg ist nicht mehr Trainer der Drittliga-Handballerinnen der HSG Er habe das Amt aus beruflichen und privaten Gründen abgegeben, teilte er mit. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Thorsten Stürenburg ist nicht mehr Trainer der Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg. „Ausschlaggebend für diesen sofortigen Schritt waren in erster Linie Zeitmangel durch veränderte Arbeitszeiten und private Gründe“, erklärte er in einer Pressemitteilung. Sein Rücktritt habe nichts mit dem Tabellenstand zu tun, fuhr er fort. Das Team, das als Aufsteiger in die Saison 2015/2016 gestartet war, ist mit 0:20 Punkten als Schlusslicht in die Weihnachts- und Silvesterpause gegangen. Die HSG hat mit der Suche eines Nachfolgers begonnen, sagte der Sportliche Leiter Gaylord Klammt am Sonntag.

Stürenburg führt HSG zur Meisterschaft

Stürenburg hatte das HSG-Team zur Saison 2014/2015 übernommen. Es war nach dem freiwilligen Rückzug aus der 3. Liga nach der Spielzeit 2011/2012 zweimal Vizemeister in der Oberliga geworden. Mit Stürenburg sollte der Sprung zurück in die dritthöchste Spielklasse in Angriff genommen werden. Das gelang eindrucksvoll. Mit 49:3 Punkten wurde die HSG Meister und krönte den Erfolg mit dem Sieg im Final-Four des HVN-/BHV-Pokals vor 500 Zuschauern in der heimischen Halle Am Huder Bach.

Vorstand bedauert Rücktritt

Es sei sehr, sehr schade, dass Stürenburg zurückgetreten ist, erklärte Klammt: „Wir haben großen Respekt vor seiner Entscheidung. Das private Leben geht nun einmal vor.“ Der zeitliche Aufwand, ein Drittliga-Team zu trainieren, sei eben sehr groß. „Wir bedanken uns wahnsinnig für seine Arbeit“, sagte Klammt. „Thorsten ist ein sehr guter Trainer und ein großartiger Mensch.“ Die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen.

Die HSG-Spielerinnen wüssten bereits Bescheid, berichtete Klammt. Am Dienstag werde das Team zu einer Besprechung zusammenkommen. „Wir müssen einen Plan machen, wie es weitergehen soll“, sagte der Sportliche Leiter. Trainieren werde es in dieser Woche aber nicht mehr. Die ersten Einheiten im Januar 2016 wird wohl Werner Bokelmann leiten, erklärte Klammt. Der erfahrene Coach (u. a. HSG Harpstedt/Wildeshausen und VfL Oldenburg) war zu Saisonbeginn als Co-Trainer von Stürenburg ins Betreuerteam eingestiegen. „Er ist nah an der Mannschaft“, sagte Klammt.

HSG schreibt Saison nicht ab

Die Sportliche Leitung und der Vorstand wollen die neue Situation auch dazu nutzen, „um Weichen für die nächste Saison zu stellen“, sagte Klammt. Angesichts der Tabellensituation sei es klar, dass zweigleisig geplant werde. Das heißt aber nicht, fügte er sofort hinzu, dass die laufende Spielzeit abgeschrieben werde. „Es war klar, dass es schwierig werden würde“, sagte Klammt. „Aber die extreme Verletzenmisere hat es für uns natürlich noch deutlich schwerer gemacht.“ Es bestehe aber die Hoffnung, dass im Januar die eine oder andere Spielerin in den Kader zurückkehrt. „Wir wollen dann noch eine sportlich gute Saison spielen, uns weiterentwickeln und noch einige Siege einfahren.“

Die Stimmung im Team sei gut, sagte Klammt. „Die Mädchen haben noch viel Ehrgeiz.“ Das und die Tatsache, dass in Nadja Wassrodt (zuletzt VfL Oldenburg II) eine erfahrene Spielerin hinzugewonnen werden konnte, stimmt ihn zuversichtlich. Der HSG-Vorstand bemühe sich zudem darum, der Mannschaft weitere Unterstützung zu verschaffen. „Ich denke, dass Lisa Busse vom TV Neerstedt ab Januar ein Doppelspielrecht bekommen wird“, nannte er ein weiteres Ergebnis. „Jeder, der uns helfen kann und möchte, ist natürlich willkommen“, sagte er.