Ein Angebot der NOZ

HSG Hude/Falkenburg WM-Traum von Ashley Butler wird nicht wahr

Von Richard Schmid | 24.07.2017, 14:51 Uhr

Ashley Butler, Handballerin des Oberligisten HSG Hude/Falkenburg, hat mit der Nationalmannschaft der USA die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland verpasst. Der fünfte Platz bei der Panamerikanischen Meisterschaft in Argentinien reichte dafür nicht.

Es wäre zu schön gewesen. Doch der Traum der für das Oberligateam der HSG Hude/Falkenburg spielenden US-Nationalspielerin Ashley Butler, im Dezember an der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland teilnehmen zu können, erfüllte sich nicht. Bereits nach der Vorrunde der Panamerikanischen Meisterschaften in Argentinien stand fest, dass der dritte Platz, der zur Teilnahme an der WM gereicht hätte, für die Nationalmannschaft der USA unerreichbar war.

US-Team verliert Schlüsselspiele

Nach der erwarteten, deutlichen Niederlage gegen den Weltmeister von 2013, Brasilien (10:42), verlor die US-Auswahl ausgerechnet die Spiele gegen die Teams, mit denen sie sich auf Augenhöhe wähnte. Gegen Puerto Rico und Paraguay musste sie sich jeweils mit 25:29 geschlagen geben. „Vor allem die Niederlage gegen Puerto Rico hat wehgetan“, erzählt die 19-jährige Butler. „Wir haben in der zweiten Halbzeit geführt, uns dann aber unnötige Tore eingefangen.“ Das Schlüsselspiel gegen Paraguay hätte mit fünf Toren Vorsprung gewonnen werden müssen, dann wäre das US-Team um Ashley Butler ins Halbfinale eingezogen. Um dieses Ziel zu erreichen, wählte der Trainer der Nordamerikanerinnen eine äußerst ungewöhnliche taktische Variante. 55 Minuten spielte das Team im Angriff ohne Torfrau. Für sie wurde eine weitere Feldspielerin eingewechselt, um die Offensivaktionen in Überzahl vorzutragen. Diese Taktik, die laut Butler im Team der US-Amerikanerinnen nicht unumstritten war, ging gegen die schnellen und quirligen Paraguayerinnen nicht auf. Die Südamerikanerinnen kamen immer wieder zu leichten Toren, weil sie nach Ballgewinnen auf das leere Tor werfen konnten oder im Konter auf eine nach dem Einwechseln der Torhüterin noch ungeordnete US-Defensive trafen.

Die USA beendete die Vorrunde so mit nur einem Sieg auf der Habenseite: Gegen Kolumbien gab es ein 31:17.

Im Endklassement auf Platz fünf

In den bedeutungslosen Platzierungsspielen gewann die USA gegen Chile mit 27:20 und gegen Puerto Rico mit 27:26. adurch belegte das Team am Ende Rang fünf. „Wir sind Fünfte geworden, das ist schon großartig. Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht, denn ich hätte so gerne vor meiner Familie in Deutschland bei der WM gespielt“, sagt Butler, die als bereits als Dreijährige nach Deutschland gekommen war.

HSG ist stolz auf ihre Nationalspielerin

Gaylord Klammt, Vorsitzender der HSG, ist gleichwohl sehr erfreut, Butler im Oberligateam seines Vereins zu wissen: „Wir sind sehr stolz auf Ashley“, sagt er über die US-Nationalspielerin, die unmittelbar nach dem Turnier in Argentinien in die Vorbereitung für die kommende Saison 2017/2018 eingestiegen ist. Am 25. Juni absolvierte Butler ihr letztes Spiel in Argentinien, vier Tage später war sie bereits beim Trainingsauftakt in Hude dabei. „Ich freue mich schon sehr auf die neue Saison“, sagt sie. Vor allem erhofft sie sich eine deutliche Steigerung im Vergleich zur zurückliegenden Spielzeit 2016/2017, die die HSG-Frauen nach vielen Verletzungen und zwei Trainerwechseln auf Platz vier abschlossen.

Drei Heimspiele zum Saisonstart

Dass die HSG mit drei Heimspielen in die neue Oberligasaison startet, sieht Butler durchaus positiv: „Wir wollen gleich deutlich vorlegen und uns ganz vorne etablieren und dort dann, wenn möglich, bis zum Ende bleiben.“ Inzwischen sind die Spieltage auch terminiert: Am Sonntag, 3. September, 16.30 Uhr, erwarten die HSG-Frauen zum Auftakt in Ganderkesee die Handballerinnen des TV Oyten II. Anschließend tritt die HSG zweimal in der Halle am Huder Bach an. Dort empfängt sie am Samstag, 9. September, 19 Uhr, den Elsflether TB und am Sonntag, 17. September, 16.30 Uhr, den TV Cloppenburg. Die erste Partie in fremder Halle bestreitet Hude/Falkenburg am Samstag, 23. September, 16 Uhr, bei der HSG Wilhelmshaven.