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Huderin in neuem Amt Wiebke Heyer: Über die Tochter zurück zum Reiten

Von Katrin Brandes | 17.08.2015, 10:30 Uhr

Wiebke Heyer hat das Amt des Pressesprecherin im RC Hude übernommen. Tokessa Heyer „überzeugt“ in der Schule und auf Turnierplätzen.

Seit diesem Frühjahr hat der Reitclub Hude eine neue Pressesprecherin. Als Nachfolgerin von Stephanie Loos kümmert sich die Grafikdesignerin Wiebke Heyer fortan nicht mehr nur um die Internetseite des Vereins. „So schnell kann es gehen. Als die Anfrage kam, ob ich das Amt mit übernehmen könnte, habe ich einfach zugesagt“, erzählte sie.

Heyer ist bis zu ihrem 16. Lebensjahr mit Ponys bei Turnieren geritten, dann hat sie aber der Schule zuliebe aufgehört. Doch irgendwann kam ihre Tochter Tokessa auf die Idee, das Reiten lernen zu wollen. Deshalb ging es erst einmal in den Schulunterricht. Mit der Stute Ladykracher wurden die ersten kleinen Prüffungen geritten. Die Leidenschaft war geweckt, und sie wurde immer größer. Die Konsequenz: Eine Suche begann. „Wenn man wirklich weiterkommen möchte, braucht man ein eigenes Pferd“, berichtete Wiebke Heyer. Das fand sich Anfang 2015 im Stall der Familie Tönjes-Fleddermann in der Stute Fräulein Sonnenschein. Sie steht dort auch heute noch. Mit ihr bekommt Tokessa Heyer dort Unterricht von Eilika Böye. „Wir kannten die Stute ja von Loort Fleddermann schon länger. Da war gleich so eine Wellenlänge zwischen Tokessa und Fräulein“, schwärmte Wiebke Heyer. „Die Beiden passen einfach toll zusammen.“

Etwas zu viel Druck im Finale der Kreismeisterschaft

Tokessa Heyer findet, dass Fräulein ein Charakterpony und ein „richtiges Mädchen“ ist. Zusammen haben sie im vergangenen halben Jahr schon drei Siege und etliche Platzierungen in der Dressur erreichen können. Vor kurzem haben beide auch das Springen für sich entdeckt. Tokessa Heyer reitet jeden Tag – und die ganze Familie steht dahinter. Auch Vater Oliver Heyer und Schwester Tomke, die sich dem Handball verschrieben hat. Die Schule geht zwar vor, doch „solange der Notendurchschnitt so gut bleibt, ist das okay“, sagt Wiebke Heyer. Genauso fleißig wie in der Schule sei ihre Tochter auch beim Reiten, erzählt sie. Sie arbeite ihren Trainingsplan ganz genau ab: „Sie ist schon superehrgeizig und organisiert.“ Und so packt die 13-jährige Tokessa Heyer zur Turniervorbereitung ihre Sachen selbst, auch das Einflechten, das sie schon perfekt beherrscht, übernimmt sie selbst.

In Hude sicherte sich Tokessa Heyer mit der Wertnote 8.0 den Sieg in einer Dressur der Klasse A*. Mit Rang drei in der zweiten Wertungsprüfung ging sie als Favoritin in das Finale der Kreismeisterschaft. „Da hat sie sich dann sehr unter Druck gesetzt und das hat sich aufs Pferd übertragen, dass sich dann erschreckt hat“, erklärte Wiebke Heyer. So blieb für Tokessa der Bronzerang. „Wir reden dann mit ihr und sagen, dass es doch alles toll ist, was sie geschafft hat.“ Und sicher lenkt sie der kommende Urlaubstrip mit der ganzen Familie in die USA auch etwas ab.