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Hürriyet-Trainer im Interview Mete Döner: „Fußball ist nicht immer nur Spaß“

Von Daniel Niebuhr | 21.04.2016, 08:47 Uhr

Mete Döner, Trainer des Fußball-Kreisligisten Rot-Weiß Hürriyet spricht im Interview über den Abstiegskampf und die Planungen für die nächste Saison.

Zehn Punkte Rückstand auf das rettende Ufer in der Kreisliga, zuletzt ein 1:7 gegen den FC Hude – um die Fußballer von Rot-Weiß Hürriyet steht es schlecht. Trainer Mete Döner gibt sich im Gespräch kämpferisch und nimmt seine Spieler und den Vorstand in die Pflicht.

Herr Döner, ich frage gerade heraus: Gibt es nächste Saison noch eine Mannschaft bei Hürriyet?

Das denke ich schon, definitiv. Wir müssen aber eine neue Truppe aufbauen, das ist klar.

Macht es überhaupt noch Spaß, wenn man ständig Mängel verwalten muss?

Naja, dass die Stimmung nicht überschwänglich ist, kann man sich vorstellen. Wenn man mit 13 Leuten nach Hude fährt, sich selbst einwechseln muss und 1:7 verliert, ist das nicht lustig. Fußball ist halt nicht immer nur Spaß. Aber das Team und ich, wir haben uns etwas versprochen: dass wir bis zum Ende zusammenhalten.

Ziehen da alle mit?

Fast alle. Ich bin schon begeistert, dass die Spieler sich noch längst nicht aufgegeben haben. Alle schreiben uns schon ab. Aber wir sehen das nicht so. Es sind nur kleine Schritte, die wir machen können. Als erstes sollten wir mal die Rote Laterne abgeben, die haben wir schon viel zu lange.

Am Sonntag gibt es gegen den Vorletzten SV Tungeln dazu ja eine gute Gelegenheit.

Richtig. Das ist unsere nächste Aufgabe. Eins nach dem anderen.

Falls es nicht mehr reicht, wissen Sie schon, wie es weitergeht? Haben Sie Zu- oder Absagen aus dem Kader?

Ehrlich gesagt: Die nächste Saison konnten wir noch nicht großartig planen. Es steht ein Gespräch mit dem Vorstand aus. Ich muss erstmal wissen: Bleibt die Vereinsspitze, wie sie ist? Was hat man vor?

Fühlen Sie sich von der Vereinsführung zu wenig unterstützt?

Das kann man so nicht sagen. Der Vorstand erledigt seine Aufgaben schon. Es sind eher die Jungs, die ich in der Pflicht sehe. Der Verein tut auch viel für die Spieler, da muss mehr zurück kommen. Ich erwarte, dass jeder sich zerreißt, damit wir aus dieser Lage herauskommen. Das sehe ich nicht bei allen.

Bleiben Sie denn auch in der 1. Kreisklasse bei Hürriyet?

Im Sommer kann immer viel passieren. Natürlich kann man auch anderswo Fußballspielen oder Trainer sein. Es gab schon Anfragen, da bin ich ganz ehrlich, aber damit beschäftige ich mich jetzt nicht. Dazu liegen mir Hürriyet und meine Mannschaft zu sehr am Herzen.