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Interview Volleyballer Christian Carus lobt Stimmung im VG-Team

Von Elisabeth Wontorra, Elisabeth Wontorra | 11.02.2016, 22:00 Uhr

Christian „Wolle“ Carus ist 23 Jahre alt und seit zwölf Jahren Volleyballer. Für den Oberligisten VG Delmenhorst-Stenum spielt er im Mittelblock. Für den Verein ist er zudem als Trainer des dritten Frauenteams aktiv. Er studiert an der Universität Oldenburg Mathematik und Geschichte auf Lehramt. Im Interview spricht Carus über seinen Spitznamen, den Abstiegskampf und über die kommende Partie beim TSV Buxtehude-Altkloster (Samstag, 13. Februar, ab 15 Uhr).

Ihr Vater Ralf Carus ist Box-Abteilungsleiter beim TV Jahn und hat selbst geboxt. Wie kommt es, dass Sie Volleyballer geworden sind?

Ich habe früher alle möglichen Sportarten ausprobiert. Ich gehörte auch zur Turngruppe von Gaby Schmidt, die damals auch die Volleyballgruppe geleitet hat. Dadurch bin ich dann irgendwie da rein gerutscht. Dann habe ich einige Zeit lang Volleyball gespielt – und es hat mir so gut gefallen, dass ich weiter gemacht habe.

Können Sie sich trotzdem für das Boxen begeistern?

Ich gucke ab uns zu Kämpfe im Fernsehen. Bei den Veranstaltungen von meinem Vater habe ich auch schon oft mitgeholfen und Protokolle geschrieben. Ich bin gerne dabei, aber ich spiele lieber Volleyball.

Sie spielen bei der VG Delmenhorst-Stenum und tragen dort den Spitznamen „Wolle“. Wie kam es dazu?

Ich hatte eine Zeit lang ziemlich lange Haare und habe viele Locken. Durch diese Kombination sah ich aus wie Wolfgang Petry. Ich weiß nicht, wie das dann angefangen hat, aber „Wolle“ hat sich eigentlich recht schnell eingebürgert. Einige Spieler, die noch recht neu sind, kannten meinen richtigen Namen lange nicht (lacht). Aber solche Dinge machen es in einer Mannschaft noch familiärer.

Wie ist denn die derzeitige Stimmung im Team?

Durch das gewonnene Spiel gegen Voxtrup gut. Wir hatten kurz vor der Partie eine Teamsitzung. In der haben wir uns ausgesprochen. Danach herrschte eine gute Stimmung – und die hat auch das Teamgefühl gestärkt. Das haben wir mit in das Spiel genommen.

Trotz des Sieges befindet sich die VG noch mitten im Abstiegskampf. Wie fühlt sich das an?

Der Druck ist natürlich da. Man will ja nicht gerne absteigen, vor allem nachdem wir in der letzten Saison nach mehreren Jahren endlich aufgestiegen waren. Aber nun sieht es in der Tabelle nicht mehr so bedrohlich aus. Wir haben fünf Punkte Vorsprung vor dem Tabellenachten und noch genug Spiele vor uns. Ich denke, wir sind uns der Situation bewusst, aber wir machen uns nicht so einen Kopf darum, damit wir nicht blockiert sind.

Am Samstag spielt die VG beim Tabellenersten in Buxtehude. Wie sehen Sie ihre Siegchancen?

Da ist etwas drin. Wir haben die Buxtehuder am vergangenen Spieltag gegen Voxtrup gesehen. Das war ein knappes Spiel. Sie haben in den vergangenen Partien Schwächen gezeigt. Wenn wir diese ausnutzen, dann ist alles möglich. Wir fahren zwar nicht in Bestbesetzung hin, aber wenn die Stimmung passt, dann ist das völlig egal.

Besteht die Gefahr, dass sie nach einer Niederlage wieder einbrechen?

Falls wir verlieren sollten, im unwahrscheinlichen Fall... (lacht) Nein, wenn wir verlieren, dann kommt es darauf an, wie wir das tun. Bei einer guten Leistung wäre das gegen den Ersten zu verschmerzen. Und wenn wir abgeschossen werden, dann müssen wir das auf äußere Faktoren schieben, wie die Tatsache, dass wir nicht vollzählig waren; dann fühlt man sich nicht so schlecht (lacht).