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Ironman in Österreich Triathlet Frank Peters finisht in Zell am See mit WM-Zeit

Von Frederik Böckmann | 02.09.2017, 16:47 Uhr

Eine anspruchsvolle Strecke, eine WM-würdige Zeit und ein Abbruch: Den Ironman in Zell am See in Österreich wird der Delmenhorster Triathlet Frank Peters noch länger in Erinnerung behalten.

Seit mittlerweile 31 Jahren ist Frank Peters Triathlet. In diesen mehr als drei Jahrzehnten hat der Delmenhorster bei seinen Wettkämpfen schon viel mitgemacht. Und doch erlebte Peters am vergangenen Wochenende eine Premiere – eine unschöne. Denn der Ironman im österreichischen Zell am See wurde durch ein plötzlich eintretendes Unwetter überschattet. „Der Zielbereich und die Finishlinie wurden evakuiert, Zuschauer und Athleten im Bereich der Stadt Zell am See wurden gebeten, sich in feste Gebäude zu begeben und sich nicht unter Bäumen aufzuhalten“, berichtete der Ausdauerdreikämpfer. Die Folge: Die Organisatoren brachen aus Sicherheitsgründen den Wettbewerb ab – obwohl noch etwa 700 Athleten auf der Strecke waren, die damit auch nicht in die Wertung kamen. „Das war das erste Mal in meiner Laufbahn, dass ein Wettkampf abgebrochen wurde“, sagte Peters.

Nachrücker-Platz zur WM wäre möglich gewesen

Der 52-Jährige war vom Abbruch glücklicherweise nicht betroffen. Denn Peters war bereits mehr als eine Stunde im Ziel – und das mit einer für ihn fantastischen Zeit. Er finishte nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90,1 Kilometern Radfahren und 21,1 Laufkilometern in 5:27:21 Stunden. Damit unterbot er seine Zeit aus dem Vorjahr um zehn Minuten und landete unter 2500 Starten auf Rang 361 der Gesamtwertung. Durch den Verzicht diverser Athleten seiner Altersklasse und entsprechendem Nachrücken hätte Peters sogar die Qualifikation für die WM 2018 in Südafrika schaffen können, worauf er aus finanziellen Gründen und wegen des hohen Aufwands aber verzichtet.

Peters benötigte für die Schwimmstrecke im glasklaren Zeller See, der eine angenehme Temperatur von 20,5 Grad aufwies, 37:40 Minuten. Der Schwimmstart erfolgte als sogenannter „Rolling Start“, bei dem vier Athleten pro Sekunde ins Wasser gehen. „Die sonst üblichen Drängeleien werden dadurch vermieden“, erklärte Peters. „Man findet schnell seinen Rhythmus.“

Radstrecke mit 17 Prozent Steigung

Nach einer Wechselzeit von 6:49 Minuten stieg der Delmenhorster aufs Rad, um die anspruchsvolle Strecke von 90,1 Kilometern mit insgesamt 1288 Höhenmetern zu bewältigen. Der schwierigste Teil war der 13 Kilometer lange Aufstieg zum Hochkönig mit zum Teil 17 Prozent Steigung, der mit 1280 Metern den höchsten Punkt der Radstrecke darstellt. Für diese benötigte Peters schließlich 2:45:13 Stunden. Nach dem zweiten Wechsel, für den er 4:55 Minuten benötigte, ging es auf den abschließenden Halbmarathon.

Aufgrund der hohen Temperaturen um die 29 Grad schlug er ein moderates Tempo bei der Strecke durch die Zeller Altstadt an und lief die 21,1 Kilometer in einem konstanten Tempo in 1:52:44 Stunden locker durch.