Ein Angebot der NOZ

Jahreshauptversammlung Delmenhorster TC verteilt Reparaturkosten auf Mitglieder

Von Lars Pingel | 22.04.2016, 20:00 Uhr

Der Delmenhorster Tennisclub muss auf seiner Anlage dringende Reparaturen erledigen. Die Kosten sollen durch eine Einmalzahlung auf die Mitglieder verteilt werden. Während der Jahreshauptversammlung konnten nicht alle Vorstandsposten besetzt werden.

Die Probleme, die ein Sportverein hat, dessen Mitgliederzahl sinkt, der aber eine große, pflegeintensive Anlage besitzt, bestimmten die Jahreshauptversammlung des Delmenhorster Tennisclubs. „Die Anlagen sind das Kapital des Vereins“, sagte Peter Theilen, der 1. Vorsitzende des DTC. Die Plätze seien inzwischen 34, die Halle 33 Jahre alt. „Es gibt größere und kleinere Dinge zu reparieren.“ Viele Maßnahmen seien allerdings nicht zu finanzieren. Um überhaupt die dringendsten bezahlen zu können, beschlossen die 32 anwesenenden stimmberichtigten DTCer mit einer Gegenstimme eine Einmalzahlung für jedes Mitglied. Sie beträgt 20 Euro für Einzelmitglieder, 30 Euro für Familien und für alle anderen 5 Euro. Die Beträge für Einzelmitglieder und Familien waren nach der Diskussion auf Vorschlag der Mitglieder sogar noch etwas erhöht worden.

Vorstand lehnt Beitragserhöhung ab

Dem DTC gehörten laut Theilen Ende 2013 noch 276 Mitglieder an. 2015 waren es nur 241. Dieser Rückgang mache die Lage für 2016 kritisch, erklärte der DTC-Vorsitzende. „Wir sind in der Lage, unseren Verpflichtungen nachzukommen“, sagte er. Mehr sei aber nicht möglich. Er präsentierte für 2016 einen ausgeglichenen Haushaltsplan. Allerdings müssten für eigentlich notwendige Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten zusätzlich zwischen 10700 und 12900 Euro aufgebracht werden. Nach Beratungen mit dem Wirtschafts- und Finanzausschuss, habe sich der Vorstand dann entschlossen, dessen Empfehlung anzunehmen, in 2016 nur die „allerdringendsten Probleme“ zu lösen. Doch auch dafür müssten 3500 Euro ausgegeben werden. Eine Kreditaufnahme und eine Beitragserhöhung lehnt der Vorstand derzeit ab. Er befürchtet, dass viele Mitglieder kündigen, wenn sie monatlich mehr bezahlen müssten. Deshalb hatte Theilen die Einmalzahlung vorgeschlagen. „Am besten wäre es, wenn wir wieder mehr Mitglieder hätten“, folgerte Theilen. Und fügte hinzu: „Nicht nur, weil wir Geld brauchen, sondern weil wir ein toller Verein sind.“

Ulrich Meinel wird Sportwart

Im DTC-Vorstand waren Posten vakant, einige konnten während der Sitzung nicht besetzt werden. Wiedergewählt wurden Ingo Talg (2. Vorsitzender), Stefanie Stöhr-Hering (Schriftwartin) und Peter Spannhake (Platzwart). Zum Nachfolger von Sportwart Kim Rymarczyk, der nach acht Jahren nicht wieder kandidierte, wählte die Versammlung Ulrich Meinel, der bei der Arbeit von Thomas Schleeper unterstützt wird. Nicht besetzt wurde das Amt des Jugendwarts. Als Jugend-Koordinator nimmt aber Tilo Ehrlich diese Aufgabe wahr. Kassenprüfer wurde Jens Pruschko, der zudem als viertes Mitglied in den Wirtschafts- und Finanzausschuss gewählt wurde. Außer ihm gehören Erhard Voigt, Norbert Boese und Georg Heeren diesem Gremium an.

Unbesetzt blieben die Posten eines weiteren 2. Vorsitzenden und des Kassenwarts. „Wir wären wirklich sehr dankbar, wenn wir Unterstützung finden würden“, sagte Theilen. Er hatte schon in seinem Jahresbericht erklärt, dass es problematisch sei, wenn ehrenamtliche Vorstandsmitglieder die Aufgaben von nicht besetzten Stellen mit übernehmen müssen. Das würde sich negativ auswirken.

Turnier-Organisatoren machen Pause

Zwei DTC-Mitglieder wurden von Theilen für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Dr. Norbert Boese gehört dem Verein seit 25 Jahren an, Heiko Jordan sogar schon seit 40 Jahren.

Im Jahr 2016 wird der DTC keine Turniere ausrichten. Hauptgrund dafür, dass die Organisatoren eine einjährige Pause einlegen, sei die geringe Resonanz im Verein, sagte Theilen. Außerdem müssten für die Preisgelder Sponsoren gefunden werden. Das Defizit eines Turniers im vergangenen Jahr, das durch den Ausfall eines Sponsors entstanden war, sei nicht aus Vereinsmitteln ausgeglichen worden, merkte Theilen noch an. Für solche Fälle „gibt es ein Turnierkonto“.