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Ju-Jutsu Bundestrainer lädt den Delmenhorster Jannik Schulze ein

Von Elisabeth Wontorra | 14.10.2015, 08:00 Uhr

Jannik Schulze vom Delmenhorster TV ist ein Ausnahmetalent. Zuletzt belegte der Ju-Jutsuka bei den German Open in Gelsenkirchen den dritten Platz. Darauf hin wurde er vom U18-Bundestrainer zu einer Kadersichtung eingeladen.

Das Telefon klingelt, der Anruf gilt dem Ju-Jutsuka Jannik Schulze. Der U18-Bundestrainer Andreas Kuhl hat eine schöne Nachricht für ihn: Wegen seiner starken Leistungen wird Jannik zu einer Kadersichtung eingeladen. Das macht den 15-jährigen Delmenhorster natürlich stolz: „Der Anruf kam am Samstag. Ich habe mich sehr gefreut.“

Erster Start in einem internationalen Turnier

Nachdem Schulze bei der Deutschen Meisterschaft im Juni den dritten Platz belegt hatte, wurde er auch bei den German Open in Gelsenkirchen Dritter. In der Kampfklasse Fighting U18 bis 50 Kilogramm trat der Ju-Jutsuka vom Delmenhorster TV gegen Teilnehmer aus Deutschland, Russland und Norwegen an. Es war das erste internationale Turnier, bei dem er gesetzt war. „Es war eine riesen Erfahrung für mich. Das erste Mal international, ganz neue Gegner“, erzählt Jannik.

Niederlage im Halbfinale

Auf seinem Weg zum dritten Platz besiegte er im Viertelfinale mit einem „Full-Ippon-Sieg“ Justin Allenstein aus Bocholt. Mit blitzschnellen Schlag- und Fußtechniken deckte er seinen Gegner ein, brachte ihn mit einer gelungenen Wurfkombination zu Boden, hielt ihn mit einer Haltetechnik fest und zog vorzeitig mit 14:0 in das Halbfinale ein. Diesen Kampf verlor er gegen den späteren Turniersieger Patrick Körner aus Herzogenaurach. Die Niederlage ärgert Jannik: „Ich habe einen Fehler gemacht, den ich eigentlich vorher hätte überdenken müssen. Aber im Nachhinein habe ich daraus gelernt und mache es beim nächsten Mal besser.“

Große Unterstützung von der Familie

Trotz seines Fehlers und der Niederlage waren die German Open ein voller Erfolg, auch durch den Anruf. Neben dem Training im Bundeskader hat der Delmenhorster noch weitere Pläne. Er konzentriert sich auf die nächste deutsche Meisterschaft. „Wenn ich da wieder auf das Treppchen komme, dann nehme ich wieder bei den German Open teil“, steckt er sich sein Ziel. Immerhin sei das internationale Turnier eine „Abwechslung und gut, um neue Erfahrungen zu sammeln“. Auch wenn Jannik immer mehr Erfolge feiert und vielleicht bald zum deutschen U18-Kader gehört, kann er seinem Verein treu bleiben. Er freut sich, nicht wechseln zu müssen, falls er aufgenommen wird: „Ich bin sehr lange in dem Verein. Es ist ein super Verein. Ich habe viel Spaß.“

Die volle Unterstützung erhält der Schüler auch von seiner Familie. „Wenn sie kann, fährt sie mit zu jedem Kampf und feuert mich an“, erzählt er. Bei seinem Talent und seinem Lauf wird sie sicher noch viele Erfolge feiern.