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Jugendfußball Luca Stöver lässt VfL Wildeshausen beim TV Jahn jubeln

Von Frederik Böckmann | 22.10.2018, 21:16 Uhr

Die B-Jugendfußballer des TuS Heidkrug hängen in der Landesliga weiter in der unteren Tabellenhälfte fest. Gegen Olympia Laxten gab es eine überraschende 0:1-Niederlage. Die Heidkruger A-Jugend zeigte indes einen „Katastrophenkick auf einem Katastrophenplatz“.

MJA Bezirksliga

Lastrup - Stenum 0:3. Wie schon im Bezirkspokal-Spiel Mitte August behielt der VfL Stenum auch dieses Mal mit 3:0 die Oberhand. „Die Jungs haben perfekt das umgesetzt, was wir besprochen haben. Ich bin absolut zufrieden“, jubelte VfL-Trainer Frank Radzanowski nach dem Erfolg über den Tabellendritten. JSG Lastrup stand tief und machte die Räume eng. Es war zuerst ein zähes Spiel für Stenum, doch die Gastgeber bewiesen Geduld. Brustlöser war das 1:0. Fynn Brenneiser wurde nach einem Pass von Silas Dohrmann im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Tom Geerken (34.). Nach der Pause spielte Stenum teilweise klasse Fußall. Der Lohn waren zwei weitere Treffer „zu den richtigen Zeitpunkten“ (Radzanowski) durch Niklas Reckler (67.) und Geerken (86.).

Harpstedt - Garrel 6:0. Erst stark, dann schwach und am Ende wieder richtig gut: So fasste Harpstedts Trainer Michael Würdemann den zweiten Sieg hintereinander nach Treffern von Lukas Brümmer (4./70.), Ole Volkmer (11./78./90.) und Jacob Köhler (87.) zusammen. Nach dem frühen 2:0 hätte Lukas Brümmer per Pfostenschuss schon für die Entscheidung sorgen können (15.). Danach baute Harpstedt ab. Garrel drückte mächtig, doch SG-Torwart Jakob Wehrenberg parierte einige Mal glänzend. Nach der Pause nahm Harpstedt das Zepter wieder in die Hand und spielte eine klasse zweite Halbzeit. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs. Mit dieser Einstellung werden wir nichts mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen“, glaubt Coach Michael Würdemann.

VfL Wildeshausen - TV Jahn Delmenhorst 0:7. Die Delmenhorster feierten den vierten Sieg in Folge. „Wir sind sehr souverän auftreten. Wir haben bis auf eine Großchance für Wildeshausen nichts zugelassen“, sagte Jahn-Trainer Rene Rohaczynski nach dem Sieg beim punktlosen Schlusslicht, das mit einer Fünfer-Abwehrkette versuchte, Delmenhorst vom eigenen Tor fern zu halten. Die Tore für die Gäste erzielten Pascal Sroka (6.), Aaron-Melvin Dixon (12./41./75.), Hannes Havekost (53./59.) und Ali Aluclu (68.). „Die Jungs finden immer besser zueinander. Die Fortschritte sind klar erkennbar“, freut sich Rohaczynski. Die erhöhte Trainingsintensität mache sich bezahlt. Auch nach dem Stotterstart in die Liga (drei teilweise hohe Pleiten) sei man nicht nervös geworden. „Wir hatten am Anfang eben die stärkeren Gegner.“

Eversten - Heidkrug 3:2. Völlig überraschend ließ der TuS Heidkrug in Oldenburg drei Punkte liegen. „Das war ein Katastrophen-Kick auf einem Katastrophenplatz. Der war eher ein Wasserrückhaltebecken“, berichtete TuS-Trainer Andras Pietsch. Als Ausrede für die Niederlage wollte er das unebene Geläuf „mit Hügeln und Bergen“ (Pietsch) aber nicht geltend machen. Warum die Gäste verloren? „Das werden wir intern besprechen“, sagte Pietsch, ließ aber durchblicken, dass auch die Einstellung eine Rolle gespielt haben könnte. Torsten Stumpe (3./33.) und Kilian Bunk (72.) trafen für Eversten, das zuvor nur ein Tor geschossen und einen Punkt geholt hatte. Für Heidkrug markierte Yanik Pietsch (49.) das 1:2 und Fabian Hermann das zwischenzeitliche 2:2 (70.).

MJB Landesliga

Heidkrug - Laxten 1:2. Rückschlag für den TuS Heidkrug im Abstiegskampf. Gegen Olympia Laxten, das die vorherigen sieben Pflichtspiele nicht gewonnen hatte, gab es etwas überraschend die vierte Saisonniederlage. „Meine Jungs geben Vollgas, sind allerdings blockiert“, hatte Laxtens Trainer Carsten Hilbers im Vorfeld der Partie gesagt. Diese Blockade löste seine Elf dann ausgerechnet in Heidkrug.

MJB Bezirksliga

TV Jahn Delmenhorst - Wildeshausen 0:1. Die Gäste feierten einen schmeichelhaften Sieg durch einen frühen Treffer von Lucas Stöver (5.). Jahn hätte mindestens ein Remis verdient gehabt – da waren sich beide Trainer einig. „Die ersten zehn Minuten von uns waren das beste am ganzen Spiel“, räumte Wildeshausens Trainer Matthias Ruhle trotz einer weiteren guten Gelegenheit kurz vor der Pause fair ein. „Wir waren schwerfällig, behäbig, gedanklich langsam. Wir haben alles vermissen lassen, was wir eigentlich umsetzen wollten“, sagte Ruhle. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“

Vor allem in der zweiten Halbzeit drückte Jahn auf das Gästetor, ließ dabei aber viele sehr gute Chancen aus. Dazu erzielten die Gastgeber noch ein Abseitstor. „Bis auf die Chancenverwertung kann ich meiner Mannschaft besonders für die zweite Halbzeit keinen Vorwurf machen“, sagte TVJ-Tainer Maik Zelezniak. Bereis am Mittwoch spielt der TV Jahn wieder. Dann empfangen die Delmenhorster ab 18.30 Uhr die JSG Emstek/Höltinghausen.

Stenum - Cappeln 2:1. Im Spitzenspiel Zweiter gegen Erster lag der VfL Stenum durch Jannik Dellwisch früh mit 0:1 zurück (8.). Mit einem Doppelschlag durch Pascal Endewardt (16.) und Nils Greulich (18.) drehten die Kirchweg-Kicker aber die Begegnung. „Spielerisch lief wieder nicht alles vollkommen rund, aber Teamgeist, Einsatz und Leidenschaft waren von allen wie schon Mittwoch gegen Cloppenburg (2:2) sehr gut – und dann entscheidend“, bilanzierte VfL-Trainer Malte Tönjes nach dem siebten Saisonsieg und dem Sprung auf Platz eins.

Cloppenburg II - Harpstedt 3:3. 2:0, 2:3, 3:3 – beim BV Cloppenburg II schenkten sich beide Teams nichts. Nach einer guten Anfangsphase verlor Harpstedt den Faden. Die Folge: Cloppenburg führte durch einen Doppelschlag von Lukas Moormann mit 2:0 (18./20.). Danach legten die Gäste den Schalter um. Nils Döhle (22.), Yannis Eger (58.) und Dustin Christoph (67.) drehten das Spiel zugunsten der Gäste. Die Entscheidung? Mitnichten. Denn der BVC II traf durch Marvin Wingbermühlen (71.) noch zum 3:3-Endstand. „Es war ein gerechtes Ergebnis“, sagte DHI-Trainer Diemo Spitz angesichts von weiteren ordentlichen Chancen auf beiden Seiten. Spitz‘ Hoffnung: „Wir müssen mal konstant über 80 Minuten unsere Leistung abrufen.“