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Keeper absolviert erstes Punktspiel Atlas-Torwart Florian Urbainski kaum gefordert

Von Klaus Erdmann | 21.09.2015, 10:20 Uhr

Stammtorwart David Lohmann bekam eine Pause, dafür stand beim Heimsieg des SV Atlas Delmenhorst gegen den VfL Oldenburg II die Nummer zwei im Kasten: Florian Urbainski. Allerdings konnte sich der Neuzugang von Werder Bremen II kaum auszeichnen.

„Im Tor mit der Nummer 28: Florian Urbainski.“ Als Manfred Bartsch, Stadionsprecher des Fußball-Bezirksligisten SV Atlas, diesen Namen verlas, zeigten sich einige Zuschauer erstaunt. Eine Position, die ansonsten Stammkeeper David Lohmann innehat, nahm am Samstag – beim hoch verdienten 6:0 (3:0) der Delmenhorster gegen den VfL Oldenburg II – einer der Neuen ein. Ein Wechsel, dem eine Absprache vorausging. Cheftrainer Jürgen Hahn belohnte Urbainski, der vor Saisonbeginn von der U23 des SV Werder Bremen zum SVA gekommen war, mit dieser Nominierung für gute Leistungen während des Trainings.

Harmloser Oldenburger fordern Urbainski kaum

Mit der Beurteilung des Punktspieldebüts war es so eine Sache. „Die Null steht“, meinte Urbainski nach der einseitigen Angelegenheit. „Beim Rauslaufen war es schon mal riskant.“ Der 25-Jährige wusste aber auch: „Es ist schwierig, sich gegen solch einen Gegner zu beweisen.“ In der Tat: Nach sieben Minuten ergab sich bei einer Rückgabe von Kevin Radke der erste Ballkontakt. Drei Minuten später hielt der Schlussmann einen Fernschuss von Maximilian Beriault – alles andere als eine ernsthafte Prüfung. Diese ergab sich auch nicht mehr: Die bemühten, aber harmlosen Oldenburger kamen zu keiner echten Chance. Den ersten Eckball erarbeiteten sie sich nach 85 Minuten.

Undankbares Spiel für Werder-II-Neuzugang

Ein solches Spiel ist für Torhüter undankbar. Urbainski: „Der Trainer hat gesagt, dass ich eventuell 20, 30 Minuten nichts zu tun bekomme, dann aber von 0 auf 100 kommen müsse.“ Hahn hatte das gute Verhältnis zwischen Lohmann und Urbainski gelobt. „Unter der Woche pushen wir uns und arbeiten zusammen. Aber im Abschlussspiel sind wir richtige Konkurrenten. Während des Punktspiels helfen wir uns dann gegenseitig“, sagt der Neuzugang.

Natürlich, so Urbainski, der Atlas in höchsten Tönen lobt, wolle er immer spielen: „Schließlich bin ich im letzten Jahr mit Werder II in die 3. Liga aufgestiegen.“ Er habe noch viel Kontakt zu den Ex-Kollegen („Wir wohnen in einem Haus“). Er sagt: „Wenn ich ihnen erzähle, was bei Atlas abgeht, glauben sie es mir kaum.“