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Keeper verletzt sich schwer TSV Ganderkesee bangt um Torwart Felix Dittrich

Von Frederik Böckmann | 22.07.2015, 16:50 Uhr

Für den Fußball-Bezirksligisten TSV Ganderkesee geriet die 0:5-Niederlage gegen den Landesligisten VfL Wildeshausen fast zur Nebensache. Der VfL Stenum schlug indes den VfL 07 Bremen mit 3:2.

Es war ein schon wenig paradox: Da macht der TSV Ganderkesee am Dienstagabend im Test gegen den VfL Wildeshausen ein gutes Spiel, lässt wenig Chancen zu und verliert am Ende doch mit 0:5 (0:1). „Wildeshausen hat schon enorme Qualität“, sagte Daniel Lachmund. Doch das Resultat war für den TSV-Trainer am Morgen nach dem Match eher nebensächlich. Vielmehr sorgte sich Lachmund um Keeper Felix Dittrich.

Denn der Stammtorwart verletzte sich gegen seinen Heimatverein beim 0:1 (40.) durch Sascha Görke schwer. Dittrich verschätzte sich beim Freistoß des VfL-Spielmachers, wollte sich abfedern, landete dabei aber unglücklich. Die Folge: Der Ellenbogen war ausgekugelt und wurde nach Erstversorgung durch den Notzarzt noch am Abend im Delmenhorster Klinikum wieder eingekugelt. Ob weitere Bänder verletzt sind, soll nun eine MRT-Untersuchung ergeben. „Wenn wir Glück haben, fällt Felix nur vier, fünf Wochen aus“, sagte Lachmund. „Wenn wir Pech haben, spielt er in diesem Jahr gar nicht mehr.“

Zur Pause wechselte Lachmund viel durch. Ganderkesee verlor trotz ordentlicher Arbeit gegen den Ball etwas den Rhythmus. Die Folge: Wildeshausen erzielte durch Jan Lehmkuhl (50.), Rene Tramitzke (60.) und Bastian Stuckenschmidt (73./88.) noch vier weitere Treffer – 5:0.

VfL Stenum überzeugt auch gegen VfL 07 Bremen

Ganderkesees Gemeinderivale VfL Stenum knüpfte indes beim temporeichen 3:2 (2:1) gegen den Bremen-Ligisten VfL 07 an seine guten Leistungen in den vergangenen Testspielen an. „Vor allem kämpferisch und läuferisch war das stark“, sagte Trainer Thomas Baake. Der spielerische Glanz beim Sieg durch die Tore von Marc-Andre Klahr, Marten Michael und Julian Dienstmaier fehlte dem Aufsteiger zwar. Doch das hatte einen guten Grund. Denn Baake würfelte seine Mannschaft kräftig durch. Er schonte viele seiner potenziellen Stammkräfte, dafür sollten sich die Akteure zeigen, die noch nicht ihren Platz im Kader sicher haben. Auch die Neuzugänge Viktor Stetinger und Torben Findeisen liefen zum ersten Mal auf.

„Ich habe gute Eindrücke gewonnen“, sagte Baake. Er hat jetzt die Qual der Wahl. Bis Freitag will er aus seinem aktuell 29 Mann umfassenden Kader auf 23 Spieler reduzieren.