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Kein Geländeritt Sandra Auffarth schont Wolle für Olympia

Von Daniel Niebuhr | 14.07.2016, 21:30 Uhr

Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth bestreitet beim CHIO in Aachen nur die Dressur und das Springen. Das Gelände lässt sie aus, um ihr Pferd zu schonen.

Sandra Auffarth hat selbst erlebt, wie es laufen kann. 2013 lieferte die Vielseitigkeitsreiterin des RV Ganderkesee mit Opgun Luovo beim renommierten CHIO in Aachen eine famose Leistung ab, ihr Wolle genannter Wallach verletzte sich jedoch – und Auffarth verpasste die EM. Auch 2016 findet das Weltklasse-Turnier kurz vor dem Saisonhöhepunkt statt, und dieses Mal ist Auffarth vorsichtiger. Um Wolle für das Ziel Olympia zu schonen, bestreitet die Bergedorferin in Aachen nur die Dressur am Freitag ab 8.30 Uhr und das Springen ab 17.30 Uhr – den Geländeritt als dritte Disziplin lässt sie am Samstag aus. Sie kann es sich leisten, denn ihr Ticket für Rio hat sie sicher. „Wolle muss nichts beweisen. Er war immer gut in Championaten“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. „So schön Aachen ist, Rio ist in diesem Jahr dann doch wichtiger.“

Auffarth ist eine der Medaillenhoffnungen für die Spiele, im vergangenen Jahr hatte sie bei der EM im schottischen Blair Castle Einzel-Silber geholt. Im Team ist Deutschland ohnehin Favorit. Die 29-Jährige will Aachen aber dennoch nutzen, um Selbstvertrauen für Olympia zu sammeln. „Ich hoffe, in Dressur und Springen Bestleistungen zeigen und die Atmosphäre in Aachen im Hinblick auf Rio nutzen zu können“, sagte sie.