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Keine Hilfe von Varel/Altjührden Abstieg der HSG Delmenhorst endgültig besiegelt

Von Daniel Niebuhr und Frederik Böckmann | 14.05.2017, 16:03 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Weil die SG Varel/Altjührden die Relegation zur 3. Liga nicht gewinnt, muss die HSG Delmenhorst die Handball-Oberliga verlassen – ausgerechnet am Tag der 25-Jahr-Feier.

Der 13. Mai, so viel lässt sich sagen, ist für die HSG Delmenhorst ein historisches Datum. Nur zu gern hätte die Handball-Spielgemeinschaft diesen Tag nur als den in Erinnerung behalten, an dem man den 25. Geburtstag gefeiert hat – dummerweise ist am Samstag durch Ereignisse, die sich fast 250 Kilometer entfernt ereigneten, noch etwas passiert, das Platz in den Annalen finden muss: Die Delmenhorster Männermannschaft ist endgültig aus der Oberliga abgestiegen. (Weiterlesen: HSG Delmenhorst besteht seit 25 Jahren) 

Der letzte Strohhalm, an den das Flaggschiff des Vereins sich noch geklammert hatte, war die Abstiegsrelegation der 3. Liga. Wäre dort die SG Varel/Altjührden siegreich aus dem Viererturnier in Hagen hervorgegangen, wären nicht nur die Vareler dringebleiben, sondern auch die Delmenhorster in der Oberliga. Altjührden unterlag allerdings am Samstagabend im Halbfinale Gastgeber TuS Volmetal vor 350 Zuschauern mit 26:28 – und besiegelte den Delmenhorster Abstieg. Am Ende wurde Varel sogar Letzter. Volmetal gewann danach das Finale gegen die SG Pforzheim/Eutingen mit 25:23 und bleibt Drittligist.

Bitteres Ende für Andre Haake und Werner Rohlfs

Es ist für Andre Haake und Werner Rohlfs ein ganz bitteres Ende ihrer Trainer-Ära. Ihnen wurde der fatale Saisonstart mit sechs Niederlagen in Folge zum Verhängnis. Danach fing sich das Team zwar, landete nach einem dramatischen 27:27 gegen den TV Bissendorf-Holte wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem Elsflether TB aber nur auf dem zwölften und drittletzten Rang. In vier der vergangenen fünf Jahre reichte der zum Klassenerhalt – nur kommen aus der 3. Liga Nord mit dem SV Beckdorf und Altjührden dieses Mal zwei Vereine in die Oberliga Nordsee – der zusätzliche Absteiger ist die HSG.

Rohlfs und Haake, der als Spieler weitermacht, werden als Trainer nun von Jörg Rademacher ersetzt. Der neue Coach findet die Situation „nicht schön, aber auch keine Vollkatastrophe. Wir haben einen Plan B in der Tasche.“ Im Drei-Jahres-Plan von Rademacher ist nun natürlich der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga Pflicht. Am Ziel, 2020 in die 3. Liga aufzusteigen, ändert auch der Abstieg nichts. Denn: „Es wird sechs bis neun Monate dauern, bis die Mannschaft meine Philosophie verinnerlicht hat. Wir müssen uns erst einspielen.“

Toyota-Engelbart-Cup erstmals mit acht Mannschaften

Trainingsstart der siebenwöchigen Vorbereitung mit 20 Spielern ist am 16. Juli mit einem Golfturnier. In den ersten zwei Wochen will Rademacher den Fokus auf die Athletik setzen, danach sollen die spielerischen Aspekte zum Greifen kommen. Der Toyota-Engelbart-Cup findet in diesem Jahr vom 17. bis 19. August (Freitag bis Sonntag) statt. erstmals über drei Tage, und zum ersten Mal mit acht Mannschaften.