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Kommentar zur Debatte Kunstrasenplatz-Bau in Delmenhorst: Was will die SPD?

Meinung – Frederik Böckmann | 19.10.2018, 22:04 Uhr

In der Sitzung des Delmenhorster Sportausschusses diskutieren die Mitglieder Pro und Contra zu einem Antrag der Christdemokraten zur Analyse und Bewertung von Sportstätten – sprich, dem möglichen Bau eines Kunstrasenplatzes. Das Ziel der SPD ist allerdings – unklar. Ein Kommentar.

Man muss nicht lange um den heißen Brei reden: In der vergangenen Sitzung des Sportausschusses am Donnerstag hat die CDU um ihren Frontmann Bastian Ernst beim Thema Kunstrasenplatz-Bau ein erstes Gegentor kassiert. Die Christdemokraten liegen 0:1 zurück. Sie haben aber noch alle Möglichkeiten, das Spiel zu drehen. Zumal mehrere Ratsparteien (FDP, AFD, UAD, Freie Wähler/Bürgerforum/Unger) der CDU grundsätzlich zu folgen scheinen.

Schlau wird man indes nicht aus dem Verhalten der SPD. Sind die Sozialdemokraten nun eigentlich für oder gegen einen Kunstrasenplatz? Eine klare Haltung war in den vergangenen beiden Sitzungen des Sportausschusses nicht zu erkennen, stattdessen eiert die SPD herum. Wenn sie gegen einen Kunstrasenplatz ist, dann hat sie es bisher versäumt, das klar öffentlich und ehrlich zu äußern. Wenn die Sozialdemokraten aber pro Kunstrasen sind, dann sendet sie kein eindeutiges Signal Richtung Öffentlichkeit, das Projekt voranzutreiben. Den Willen, den Fußballern zu helfen, gibt es nicht.

Stattdessen präsentieren die nicht gerade Fußball affinen sozialdemokratischen Ausschuss-Mitglieder teilweise quere Gedankengänge, spielen die Sportarten gegeneinander aus und liefern nur Probleme – und keine Lösungen. Um in der Fußball-Sprache zu bleiben: Der Trainer hätte sie schon längst vorzeitig ausgewechselt.