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Kreisliga-Neulinge auf der Bank Wardenburger Nachbarn vertrauen ihren Trainerdebütanten

Von Andreas Bahlmann und Daniel Niebuhr | 06.07.2017, 11:48 Uhr

Die Kreisligisten der Gemeinde Wardenburg eint die Lust auf Neues: Der VfR Wardenburg und der SV Achternmeer gehen mit Trainerdebütanten in die Saison.

Man sollte meinen, dass es dem VfR Wardenburg als ewigem Fußball-Kreisligisten langsam langweilig werden könnte. 22 Jahre lang spielt der Club nun schon in der selben Liga; für Spannung sorgte der Dino zuletzt aber mal wieder selbst. Nach Platz drei und dem Kreispokalsieg wurde die Zusammenarbeit mit Trainer Jörg Beckmann überraschend beendet, neuer Coach ist Sören Heeren, der zuletzt die A-Jugend betreute. Der Kader wurde mit elf Neuen und vier Abgängen auch gleich durchgemischt.

30-Mann-Kader für Heeren

Für Heeren ist es der nächste logische Schritt seiner Trainerlaufbahn. „Im letzten Jahr habe ich die A-Jugend betreut und davor war ich zwei Jahre für die B-Jugend zuständig. Und jetzt kommt eben der große Sprung in den Herrenbereich“, erzählt der 28-Jährige. Viele Spieler hatte er schon als Junioren unter seinen Fittichen. „Und die Neuen kenne ich oft auch schon von Spielen gegeneinander.“

30 Spieler hat Heeren im Aufgebot, mehr sollen es auch nicht mehr werden. Er will ihnen vor allem einen offensiveren Spielstil verordnen. Wardenburg stellte zuletzt die beste Abwehr, aber nur den sechstbesten Angriff. An Heerens Seite steht Olaf Otremba, der als Co-Trainer vom SV Achternmeer kommt, ebenso wie Spieler Jannik Linde.

Achternmeer glaubt an Hofmann

Überhaupt ist bei den Kreisligisten in der Gemeinde Wardenburg die Lust auf Neues offenbar groß. Nachbar Achternmeer geht einen ähnlichen Weg und mit Robin Hofmann auf der Bank in die neue Saison – auch für ihn ist es die erste Cheftrainerstelle im Herrenbereich. „Ich möchte gerne als Trainer Fuß fassen und da bietet mir das Umfeld hier ideale Startbedingungen, weil mir von Vereinsseite keine Saisonziele vorgegeben werden“, erzählt der 34-Jährige.

Er spielte zuletzt bei Blau-Weiß Bümmerstede. Sein Pass liegt jetzt in Achternmeer, allerdings will der Debütant am liebsten nur noch Trainer sein. „Die Mannschaft ist ein eingeschworener, sympathischer Haufen und ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagt er.

Die Clubführung scheint jedenfalls von Hoffmann überzeugt zu sein. „Robin kennt die Strukturen unseres Vereins. Wir wollen die Saison jetzt ohne Querelen genießen“, sagt Vorsitzender Uwe von der Pütten. „Für unseren Dorfverein ist es ohnehin etwas ganz Besonderes, dass wir schon so lange in der Kreisliga spielen dürfen.“ Auch wenn die inzwischen acht Jahre Kreisliga im Vergleich mit den 22 des VfR Wardenburg noch eher bescheiden wirken.