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Kunstrasen in Stenum und Ganderkesee Gemeinderat stimmt für Übernahme von Bürgschaften

Von Thomas Deeken und Lars Pingel | 14.12.2018, 18:32 Uhr

Der Ganderkeseer Rat hat dafür gestimmt, dass die Gemeinde Bürgschaften für Darlehen übernimmt, die der TSV Ganderkesee und der VfL Stenum für den Bau von Kunstrasenplätzen aufnehmen möchten.

Die letzte politische Hürde ist genommen: Die Mitglieder des Ganderkeseer Rats haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde Ausfallbürgschaften von jeweils bis zu 150000 Euro übernimmt, um Kredite abzusichern, die der VfL Stenum und der TSV Ganderkesee aufnehmen möchten, um auf ihren Anlagen Fußball-Kunstrasenplätze zu bauen. In den vergangenen Monaten hatten bereits die betreffenden Ratsausschüsse dafür votiert.

Vereine sollen umweltfreundliche Materialien verwenden

Volker Schulz-Berendt, Fraktionschef der Grünen, erklärte, dass seiner Partei die Zustimmung zunächst nicht leicht gefallen sei. „Wir haben mit uns gerungen“, sagte er, „weil für einen solchen Platz viel Plastik verwendet wird.“ Die Vorteile, die der Bau solcher Plätze für den Sport, aber vor allem für die Jugendarbeit in den Vereinen habe, seien schließlich ausschlaggebend für die Ja-Stimmen der Grünen gewesen. Sie wollten aber darauf hinweisen, dass die Vereine bei der Auswahl von Materialien darauf achten sollten, dass diese umweltfreundlich sind.

Das versprach Dr. Ingo Scholz, der Vorsitzende des VfL Stenum. Er bedankte sich beim Rat und bei der Verwaltung für die Entscheidung.

Der VfL und der TSV möchten 2019 mit dem Bau der Plätze am Kirchweg und am Immerweg beginnen. Die Bürgschaftszusage für die Darlehen, die die Vereine dafür aufnehmen wollen, reduziert sich jährlich um fünf Prozent und erlischt nach 20 Jahren, heißt es in dem Ratsbeschluss.