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Kunstrasenplätze in Gemeinde Ganderkesee Ratsausschüsse beraten über Anträge des VfL Stenum und TSV Ganderkesee

Von Lars Pingel | 12.06.2018, 09:08 Uhr

Der VfL Stenum und der TSV Ganderkesee haben bei der Gemeinde Ganderkesee Anträge gestellt, 2019 Zuschüsse für den Bau von Kunstrasenplätzen zu erhalten. Darüber berät der Ratsausschuss für Schulen, Jugend und Sport an diesem Mittwoch ab 18 Uhr.

Der TSV Ganderkesee und der VfL Stenum haben bei der Gemeinde Ganderkesee Anträge auf finanzielle Zuschüsse für den Bau von Kunstrasenplätzen auf ihren Vereinsanlagen gestellt. Unabhängig voneinander möchten die Klubs dort im kommenden Jahr 2019 je einen bereits vorhandenen Rasenplatz umwandeln. Darüber werden die Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport an diesem Mittwoch, 13. Juni, ab 18 Uhr in ihrer öffentlichen Sitzung im Rathaus beraten. Einen Tag später sind diese Anträge auch Thema im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss.

VfL Stenum beantragt 440.000 Euro

In der Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung für die Sitzungen wird der Bau der Kunstrasenplätze „grundsätzlich“ befürwortet. Die Gemeindeverwaltung teilt dort mit, dass der VfL Stenum für die Umwandlung eines Naturrasenplatzes in einen Kunstrasenplatz und den Bau einer „neuen spielfähigen Flutlichtanlage“ mit Gesamtkosten von 800.000 Euro plant. Vom Landessportbund und vom Landkreis sind Zuschüsse von jeweils bis zu 100.000 Euro möglich, 160.000 Euro würde der VfL als Eigenanteil tragen. Der Verein hat bei der Gemeinde einen Betrag von 440.000 Euro zur Deckung der Finanzierungslücke beantragt. Der Verein, heißt es in der Beschlussvorlage, habe darauf hingewiesen, dass geplant sei, EU-Mittel über das Projekt Leader zu beantragen. Die Gewährung sei allerdings nicht sichergestellt.

TSV Ganderkesee beantragt 260.000 Euro

Der TSV Ganderkesee hat diesen Zuschuss von 100.000 Euro in seiner Finanzierungsplanung bereits aufgenommen. Der Verein geht von Gesamtkosten von 700.000 Euro aus. Am Immerweg ist eine Flutlichtanlage bereits vorhanden. Auch der TSV plant mit Zuschüssen vom Landkreis und vom Landessportbund von jeweils bis zu 100.000 Euro. Sein Eigenanteil wird mit 140.000 Euro angegeben. Der Verein hat zur Deckung der Finanzierungslücke bei der Gemeinde einen Zuschuss von 260.000 Euro beantragt. Die Reinigung und Unterhaltung der neuen Plätze, teilt die Gemeindeverwaltung weiter mit, werde auf Kosten der beiden Vereine erfolgen.

Verwaltung empfiehlt, Beteiligung in Aussicht zu stellen

Die Verwaltung erklärt in der Vorlage, dass die Richtlinie für außerschulische Sportförderung der Gemeinde für den Neubau und die Erweiterung und Instandsetzung von vereinseigenen Sportanlagen einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent, höchstens jedoch 50.000 Euro der „nachgewiesenen beihilfefähigen Gesamtkosten“ vorsieht. Diese maximale Zuschusshöhe solle innerhalb von zehn Jahren nicht überschritten werden. Die Verwaltung spricht sich in der Beschlussvorlage für den Bau von Kunstrasenplätzen aus, um den Vereinen auch im Winter angemessene Trainingsmöglichkeiten zu geben. Die beiden Projekte, erklärt sie in der Beschlussvorlage, könnten allerdings nur umgesetzt werden, wenn die Beteiligung der Gemeinde die Höchstgrenze deutlich überschreitet. Vorbehaltlich schlüssiger Finanzierungskonzepte empfiehlt die Verwaltung, diese höhere Beteiligung in Aussicht zu stellen. Ein endgültiger Beschluss solle dann während der Beratungen über den Haushalt 2019 gefällt werden.