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Kunstrasenplatz in Delmenhorst Ratsherr Bastian Ernst kündigt weiteren Antrag an

Von Lars Pingel | 21.07.2016, 11:57 Uhr

Der Delmenhorster Ratsherr Bastian Ernst kündigt an, dass die CDU-Fraktion bei den Haushaltsberatungen für 2017 beantragen wird, die Mittel für den Bau eines Kunstrasenplatzes einzustellen.

Der Ratsherr Bastian Ernst (CDU) fordert, dass in Delmenhorst möglichst schnell ein Kunstrasenplatz gebaut wird. Einen Antrag, die Mittel für den Bau bereits in den Haushalt 2017 einzustellen, hatte er im Mai für die CDU-Fraktion gestellt. Die Reaktionen der Fußballvereine darauf hätten die Notwendigkeit eindeutig bestätigt, teilte Ernst mit. Er sei enttäuscht von dem im Fauchausschuss gefassten Beschluss, die Planung, an einen Sportstättenentwicklungsplan zu koppeln. Das verschiebe den Bau auf „den Sankt Nimmerleinstag“.

Die Dringlichkeit ist durch die vielen Spiel- und Trainingsausfälle der vergangenen Saison „eindeutig gegeben“, erklärte Ernst, der beim TuS Heidkrug Fußball spielt und im Führungsteam des SV Atlas mitarbeitet. Den Sportvereinen sei mit der Forderung nach Konzepten, „die dann ewig auf sich warten lassen“, nicht geholfen. Deshalb werde die CDU in den Haushaltsberatungen für 2017 den Bau eines Kunstrasenplatzes einfordern.

Kölner Stadtverwaltung benennt Vorteile

Die Vorteile eines Kunstrasenplatzes gegenüber einem Naturrasenplatz hat eine Antwort der Kölner Stadtverwaltung auf eine Anfrage der dortigen Piratenpartei im Sportausschuss aufgezeigt, teilte Ernst mit. Demnach liegen die Nutzungsstunden eines Naturrasenplatzes bei circa 800 Stunden im Jahr, die eines Kunstrasenplatzes bei etwa 2000 Stunden. „Die Kosten der Pflege eines Naturrasenplatzes liegen bei circa 4,10 Euro pro Quadratmeter, die eines Kunstrasenplatzes bei circa 1,80 Euro pro Quadratmeter“, berichtet Ernst weiter aus der Antwort. Die Kosten der Nutzungsstunde pro Jahr lägen beim Naturrasenplatz bei etwa 79 Euro, beim Kunstrasenplatz bei circa 37 Euro. „Die Investitionskosten der Nettosportfläche ohne Nebenkosten, ohne Nebenflächen und ohne besondere Ausstattungsmerkmale liegen beim Naturrasenplatz bei circa 400000 Euro, hingegen beim Kunstrasenplatz bei circa 625000 Euro“, heißt es weiter. Vorteile eines Kunstrasenplatzes seien auch eine weitestgehend witterungsunabhängige Bespielbarkeit, ein geringerer Pflegeaufwand und geringere Sanierungsintervalle.