Ein Angebot der NOZ

Landesliga-Derby am Samstag HSG Grüppenbühren/Bookholzberg empfängt TS Hoykenkamp

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 27.10.2016, 16:08 Uhr

An diesem Samstag, 29. Oktober, wird in der Halle am Ammerweg das erste Landesliga-Nachbarschaftsduell der Saison 2016/2017 ausgetragen: Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg empfangen die TS Hoykenkamp.

Einfacher als am diesem Samstag wird es für die Fans der TS Hoykenkamp in dieser Saison nicht mehr, ein Auswärtsspiel ihrer Mannschaft „live“ zu verfolgen. Etwa neun Kilometer liegen zwischen der TSH-Spielstätte, der Halle Heide am Schulweg, und der Heimat des Landkreis-Nachbarn HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Ammerweg in Bookholzberg. Um 19.30 Uhr wird dort das erste der beiden ewig jungen Nachbarschaftsduelle der Spielzeit 2016/2017 angepfiffen. Die Gastgeber und die Gäste hoffen, dass sie dann kräftigen Rückenwind von der Tribüne erhalten. Einig sind sich die Mannschaftsverantwortlichen auch darüber, was die Partie entscheiden wird. „Wer den größeren Siegeswillen an den Tag legt, einen kühlen Kopf behält und die wenigsten technischen Fehler macht, wird am Ende als Sieger vom Platz gehen“, sagen HSG-Co-Trainer Andreas Müller und TSH-Coach Frank Kessler. Sie rechnen mit einem kampfbetonten, intensiven Spiel.

Grüppenbühren/Bookholzberg setzt auf Abwehr

Die HSG geht ihr Heimspiel mit frischem Selbstvertrauen an. Sie hat mit einem 28:28 bei der Eickener SpVg am Vorwochenende den Anschluss ans Tabellenmittelfeld geschafft. „Den Schwung wollen wir unbedingt mitnehmen. Wir werden hochmotivert in die Partie gehen“, erklärt Müller. „Wir werden versuchen, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen und so zu Fehlern verleiten.“ Ziel sei es, zum vierten Mal in Folge unbesiegt zu bleiben und das Punktekonto möglichst auf 6:6 auszugleichen. Bis auf die langzeitverletzten Akteure sind alle HSG-Spieler am Samstag dabei.

Die Grundlage für den zweiten HSG-Heimsieg der Saison soll die Abwehr legen. „Schwerstarbeit“ wird diese gegen die TSH-Offensive leisten müssen, ist sich Müller sicher. Im Angriff gelte es, die Kombinationen sicher durchzuspielen und konsequent abzuschließen.

Kessler studiert Gastgeber

Kessler hat die Offensivaktionen von Grüppenbühren/Bookholzberg in der Derby-Vorbereitung intensiv studiert, um seine Spieler gut darauf einstellen zu können. Er geht ebenfalls davon aus, dass die Abwehrarbeit für den Spielverlauf entscheidend sein wird. Wichtig sei aber auch, dass sich sein Team nicht die zuletzt immer wieder gezeigten Schwächen im Abschluss erlaubt. „In dieser Begegnung gibt es meiner Meinung nach keinen Favoriten; die Tagesform wird entscheiden“, sagt Kessler. „Gegen diesen kampf- und spielstarken Gegner darf man sich eigentlich keine Fehler erlauben, denn diese werden sofort bestraft.“

TSH will Ziel nicht aus den Augen verlieren

Für Kessler hat das Nachbarschaftsduell richtungweisenden Charakter. Wenn seine Mannschaft das Ziel, am Ende der Saison einen Aufstiegsplatz zu belegen, nicht – zumindest für längere Zeit – aus den Augen verlieren will, „müssten wir eigentlich gewinnen“. Kessler kann in Bookholzberg nur die Langzeitverletzten nicht einsetzen, sodass er sogar die Qual der Wahl hat, wer aussetzen muss.