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Landesliga-Saisonvorschau Der SV Atlas zwischen Vorfreude, Neugier und Respekt

Von Klaus Erdmann | 07.08.2016, 09:31 Uhr

Jörg Borkus, Vorsitzender des SV Atlas Delmenhorst, betrachtet die neuen Sportstätten und die längeren Busfahrten in der Landesliga mit Respekt. Spieler Maximilian Klatte erwartet spannende und interessante Begegnungen.

„Es ist ein spannendes Gefühl“ (Vorsitzender Jörg Borkus). „Die Vorfreude ist riesengroß“ (Teammanager Bastian Fuhrken). „Wir begegnen der Saison mit großer Vorfreude“ (Spieler Maximilian Klatte). Funktionäre und Aktive des Aufsteigers SV Atlas sehen dem Neuland Landesliga mit Neugier und Zuversicht entgegen – und mit Respekt, denn alle wissen: Die neue Spielklasse erfordert in mancherlei Hinsicht einen erhöhten Aufwand. So legte die Mannschaft zu den Auswärtsspielen der Bezirksliga rund 1400 Kilometer zurück, 2016/17 wird sich diese Zahl verdoppeln.

Cheftrainer Jürgen Hahn unterstreicht, dass die Landesliga einen „größeren Trainingsumfang“ erforderlich mache. „Bislang haben wir nur in Wildeshausen einen Landesliga-Platz bespielt. Die neuen Sportstätten müssen wir erst kennenlernen. Es wird eine große Umstellung sein, in dem einen oder anderen Stadion zu spielen“, sagt Borkus. Er erklärt zudem, dass er auch vor den längeren Busfahrten Respekt habe: „Das kennen wir so nicht.“ Nicht nur für Spieler, auch für Funktionäre und Anhang bedeute die Landesliga eine Umstellung. Man freue sich „wahnsinnig“ auf das Auftaktspiel gegen Bad Rothenfelde: Borkus: „Viele haben ihren Besuch angekündigt. Ich hoffe, dass über 1000 Zuschauer kommen. Das wäre ein gebührender Start.“

Erhöht der SV Atlas seinen Zuschauerschnitt?

Er sei gespannt, ob es gelänge, den Zuschauerschnitt von 780 zu erhöhen, sagt Fuhrken. Angesichts des schweren Auftaktprogramms betont er: „Sechs Punkte aus den ersten vier Spielen wären schön.“ Man müsse sehen, was passiere, wenn der SV Atlas zweimal in Folge verliere. „Das kann in der Landesliga passieren. Wie reagiert dann das Umfeld, das so etwas nicht kennt?“, fragt der Teammanager. Es sei das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass der SVA nicht Favorit sei. „Andere haben größeres Potenzial – auch finanziell“, sagt Fuhrken. (Weiterlesen: Das Personalpuzzle des Jürgen Hahn)

Klatte, der darauf verweist, das die Mannschaft sich die jetzige Situation erarbeitet habe, freut sich auf „spannende und interessante Spiele“. Euphorie sei vorhanden. Klatte, der mit BW Lohne und VfL Wildeshausen auf zwei seiner Ex-Vereine trifft, sagt: „Wir harmonieren gut. Es ist nicht nur fußballerisch, sondern auch charakterlich eine Top-Truppe.“