Ein Angebot der NOZ

Landesliga-Saisonvorschau Der VfL Wildeshausen – das „Paderborn der Landesliga“

Von Klaus Erdmann | 07.08.2016, 10:39 Uhr

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen muss erneut kräftigen Aderlass verkraften. Trotz großer personeller Probleme verweist der Coach auf den „Spaß am Fußball“.

Warum gelingt Wildeshausen der Klassenverbleib? Marcel Bragula macht eine Pause. „Wenn wir es schaffen sollten, muss alles passen“, antwortet der Cheftrainer des VfL dann. „Wir müssen von weiterem Verletzungspech verschont bleiben. Das ist eine Grundvoraussetzung.“

Das aktuelle Verletzungspech ist nur ein Bestandteil der Wildeshauser Personalprobleme. Hier findet man unter anderem die Namen der langzeitverletzten Spieler Ole Lehmkuhl und Alexander Kupka.

Sieben Leistungsträger in den vergangenen beiden Jahren verloren

Drei wichtige Kräfte stehen nicht mehr zur Verfügung: Janek Jacobs ist dem Lockruf des Oberligisten BV Cloppenburg erlegen. Storven Bockhorn pausiert aus beruflichen und privaten Gründen zunächst bis zum Jahresende. Kai Meyer will es bei der Vierten ruhiger angehen lassen. „Damit fehlt uns ein Gerüst“, erklärt Bragula. „In den letzten zwei Jahren haben wir sieben Wildeshauser Urgesteine verloren. Das muss man erst einmal kompensieren“, sagt Bragula, der mit dem spielenden Co-Trainer Sven Apostel (zuvor TSV Ganderkesee) ein Duo bildet.

Mit Ausnahme des lange verletzten Rückkehrers Sascha Abraham und Apostel seien Perspektivspieler zum VfL gekommen, erklärt Bragula. „Wir müssen sie auf ein höheres Level bringen“, fügt er an. Der Cheftrainer hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt berichtet, dass gute Gespräche mit vermeintlichen Zugängen beim Thema Geld oft endeten. „Der Weg ist so gewollt und wird so bleiben. Wir sind von dem, was wir tun, überzeugt. Ich stehe zu hundert Prozent hinter dieser Philosophie“, führt Bragula aus.

Landesliga ist stärker geworden

„Es wird kein einfaches Jahr“, blickt der Übungsleiter einer Saison entgegen, an deren Ende fünf Mannschaften aus der Landesliga absteigen müssen. SV Atlas und SV Bevern seien „keine normalen Aufsteiger“. Hansa Friesoythe sei seiner Mannschaft auf Augenhöhe begegnet. „Jetzt hat sich Friesoythe mit Spielern aus Cloppenburg und Lingen verstärkt und gehört zu den Favoriten“, nennt er Beispiele, die darauf hindeuten, dass sich Wildeshausen mit dem Abstiegsgespenst herumplagen muss. „Wir sind das Paderborn der Landesliga, aber wir sind trotzdem optimistisch und haben Spaß am Fußball“, sagt Marcel Bragula.

Dieser Bericht erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage im Kreisblatt am Sonntag (31. Juli)