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Landesligist holt ersten Sieg VfL Wildeshausen schlägt TSV Oldenburg 2:1

Von Lars Pingel | 23.08.2015, 19:00 Uhr

Riesenjubel bei den Landesliga-Fußballern des VfL Wildeshausen: Im Heimspiel gegen den TSV Oldenburg feierte die Mannschaft von Marcel Bragula und Marco Elia einen 2:1 (2:1)-Erfolg und holte damit nach zuvor zwei Niederlagen die ersten drei Saisonpunkte.

Knapp vier Minuten ließ Alexander Thole am Sonntagnachmittag im Krandelstadion nachspielen. Als der Lohner Schiedsrichter mit seinem finalen Pfiff Marco Elia und Marcel Bragula, das Trainergespann des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen, erlöste, sprinte Elia zu seinem Torwart Sebastian Pundsack. Er nahm diesen in die Arme. Wenig später waren die beiden das untere Ende eines Knäuels aus VfL-Fußballern und Betreuern, die am dritten Spieltag ihren ersten Saisonsieg feierten. Vor 300 Zuschauern bejubelte der Aufsteiger einen 2:1 (2:1)-Heimsieg über den zuvor zweimal erfolgreichen TSV Oldenburg, der die Tabellenführung an den TuS Bersenbrück (5:2 über Vorwärts Nordhorn) abgab.

„Sebastian Pundsack war zusammen mit Jan Lehmkuhl der Spieler des Spiels“, erklärte Elia später. 100 Minuten zuvor hatte er seinen Torwart und Mannschaftskapitän noch moralisch aufrichten müssen. Mit Lennart Flege hatte Pundsack TSV-Stürmer Marco Prießner das 1:0 ermöglicht. Beide hatten einen langen Pass aus der Hälfte des TSV verpasst (4. Minute). „Mangelnde Kommunikation“, sagte Elia über den Gegentreffer.

Der brachte Pundsack und seine Vorderleute allerdings nicht aus dem Konzept. Der VfL hielt sich diszipliniert an das taktische Konzept und kämpfte um jeden Ball. Rene Tramitzke (18.) und Sebastian Bröcker (44.) drehten die Partie.

Ein Ballgewinn im Mittelfeld eröffnete dem VfL den Weg zum Ausgleich. Jan Lehmkuhl spielte seinen Zwillingsbruder Ole im Strafraum an. Dessen Schuss wurde abgefälscht, doch Tramitzke reagierte glänzend: Mit einer Grätsche schob er den Ball ins Tor. Danach war es Pundsack, der sein Team mit drei Glanzparaden (35., 37., 39.) im Spiel hielt.

Auf der Gegenseite patzte TSV-Torwart Celio Rocha. Er ging außerhalb seines Strafraums mit den Kopf zum Ball, brachte diesen so zu Bröcker, der aus mehr als 35 Metern mit einem Heber traf. Der Torschütze war in der 30. Minute für den verletzten Ole Lehmkuhl eingewechselt worden. Er war einer von zwei jungen Akteuren aus dem VfL-Nachwuchs die die Trainer ebenfalls aus ihrer Mannschaft, auf deren „Fight und Leidenschaft“ sie stolz seien, hervorhoben. Der andere war Andrej Kari, der sein Startelf-Debüt gab. „Beide haben ihre Sache sehr gut gemacht. Das freut mich besonders“, sagte Bragula. Die beiden hätten in der Bezirksliga nicht (Bröcker) oder nur kurz für das Team gespielt.

Der TSV bestimmte nach der Pause die Partie, wurde von der aufmerksamen Wildeshauser Abwehr und ihren starken Torwart aber immer wieder aufgehalten. Wenn der VfL im Konter konsequenter gewesen wäre, hätte er die Oldenburger, die nach einer Gelb-Roten Karte gegen Marten Niemeyer (66., Foulspiel) zu zehnt spielten, sogar höher bezwingen können. Der erste Sieg werde ihrem Team aber auch so viel Selbstvertrauen geben, hoffen Elia und Bragula. „Wir sind in der Landesliga angekommen“, sagten sie und traten dann schnell auf die Euphoriebremse. „Das sind aber auch nur drei Punkte.“