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Landesturnier 2015 in Rastede Springen abgesagt, Dressuren gehen weiter

Von Lars Pingel | 25.07.2015, 15:36 Uhr

An diesem Samstag werden beim Oldenburger Landesturnier 2015 im Rasteder Schlosspark keine Springprüfungen mehr ausgetragen. Nach starken Regenfällen ist der Boden des Hauptplatzes so weich und glatt geworden, dass die Sicherheit der Pferde und Reiter nicht mehr gewährleistet sei, gaben die Turnierleiter Jan-Christoph Egerer, Vorsitzender des ausrichtenden RuRV Rastede, und Torsten Schmidt, Organisationsleiter, bekannt. Sie haben einen neuen Zeitplan für Sonntag erstellt. Die Dressur- und die Fahrprüfungen wurden fortgesetzt.

Nach drei Springprüfungen war Schluss. Ein Gewitter mit Hagel- und einige folgende kurze Regenschauer haben den Springplatz des Oldenburger Landesturniers 2015 im Rasteder Schlosspark unbereitbar gemacht. „Gemeinsam mit den Aktiven und dem Parcourschef haben wir uns dazu entschlossen, alle weiteren Springprüfungen abzusagen, die an diesem Samstag geplant waren“, erklärten die Turnierleiter Jan-Christoph Egerer, Vorsitzender des ausrichtenden RuRV Rastede, und Torsten Schmidt, Organisationsleiter. „Die Sicherheit der Pferde und der Reiter geht vor.“ Vier Dressur- und (fast) drei Springprüfungen waren an diesem Samstag bereits beendet. Gegen 12.30 Uhr musste der fünfte Tag des Oldenburger Landesturniers 2015 dann wegen des Gewitters unterbrochen werden. Nach einer halbstündigen Pause wurden die Wettbewerbe, zunächst nur in der Dressur, fortgesetzt. Wenig später nahmen aber auch die Gespannfahrer ihre Geländeprüfungen wieder auf.

Schlechte Wetterprognose

„Das tut uns für die Aktiven und für die Zuschauer unendlich leid“, sagte Egerer. „Wir müssen aber vernünftig sein. Es gab keine Alternative.“ Zu der Entscheidung habe auch beigetragen, dass die Wetterprognosen für den späten Nachmittag und den Abend sehr ungünstig seien.

Neuer Zeitplatz für Sonntag

Das Organisationsteam um Schmidt hat einen neuen Zeitplan für Sonntag erstellt. „Dieser ist natürlich noch vorläufig“, sagte Schmidt. Ziel war es, möglichst viele der ausgefallenen Prüfungen nachzuholen. Darunter ist auch der Große Preis der Springreiter. Der Sieger wird nun am Sonntag ab 13.35 Uhr ermittelt. Die Final-Prüfungen der Oldenburger Meisterschaften stehen natürlich ebenfalls in dem neuen Zeitplan, sagte Schmidt. Das gilt auch für das Championat der Oldenburger Springpferde, das um 9.15 Uhr angesetzt ist. „Der Sport hatte Priorität“, erklärte Schmidt die Kriterien, nach denen das neue Programm ausgearbeitet wurde. Geändert wurde nur der Ablauf auf dem Springplatz und dem Dressurplatz 3. Optimistisch stimme ihn, dass für Sonntag wieder sehr gutes Wetter vorhergesagt sei, sagte Schmidt.

Dressurplätze schneller trocken

Dass die Dressurprüfungen nicht abgesagt werden mussten, liegt daran, dass sie auf Sandboden ausgetragen werden. „Außerdem gibt es dort ein anderes System“, erklärte Schmidt. „Sie werden über die Oberfläche entwässert.“ Dadurch läuft das Wasser dort besser ab.Und auch die Geländestrecke, auf der am Samstag die Gespannfahrer Wettbewerbe austrugen, käme mit dem vielen Wasser klar. „Aber auch dort werden wir kein Risiko eingehen“, sagte Schmidt.

Knappe Entscheidung

Am frühen Morgen hatte Saskia Kobe vom RV Höven die zweite Wertungsprüfung der Landesmeisterschaft der Junioren-Springreiter gewonnen. Sie gewann die spannende Konkurrenz auf L-Niveau mit einem fehlerfreien Ritt in 51,35 Sekunden. Sie war nur fünf Hundertstelsekunden schneller als Madeleine Iggena vom RV Vechta mit Shutterboy (0.00/51,40). Dritte wurde Marie Holthaus vom PC Dinklage mit Ladies‘ Choice (0.00/51.80). Tabea-Marie Meiners vom RV Ganderkesee gelang mit Slibowitz ebenfalls ein Null-Fehler-Ritt. Mit ihrer Zeit von 53,14 Sekunden wurde sie Vierte. Das Finale wird als Zeitspringprüfung der Klasse M ausgetragen.

Löningerin Anne Brundiers feiert Sieg

Die zweite Wertung der Springreiter der Altersklassen Junge Reiter und Reiter, eine Zeitspringprüfung der Klasse M, gewann Anne Brundiers vom PSV Löningen-Ehren mit Quatmann in 54,34 Sekunden vor Merle Güldenstern-Broxtermann vom RV Visbek mit Stolze Deern (54,80) und Janne Sosath-Hahn vom Stedinger RuFV Sturmvogel Bene mit Casiro (54,93). Der Meister soll dann am Sonntag in einer Springprüfung der Klasse M** mit Stechen ermittelt werden.

Formidable bester Fünfjähriger

Im Dressurviereck gewann Frederic Wandres vom RSC Osnabrücker Land mit Formidable das Finale der fünfjährigen Oldenburger Pferde. In einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L erhielt er die Wertnote 8.6. Damit verwies er Anja Engelbart vom RV Oldenburger Münsterland mit Fusion (8.30) auf den zweiten Platz.

Wulferding gewinnt S*-Dressur

Kira Wulferding feierte in einer Dressurprüfung der Klasse S*, der Qualifikation in der Mittleren Tour, einen souveräneren Sieg. Die Dressurreiterin des RFV Holzhausen gewann diese mit dem achtjährigen Silver Black mit 915,50 Punkten (72,659 Prozent) vor Ann-Christin Wienkamp vom RFV Mesum auf Komet (895,00/71,032) und Anna-Lisa Theile vom RV Ahlhorn mit Florenctino (887,50/70,437). In der zweiten Abteilung belegte die Ahlhornerin, die in Rastede das Goldene Reitabzeichen verliehen bekommen hatte, mit Ducati den ersten Rang (897,00/71,190). Lukas Fischer vom RuRV Rastede auf Royal Doruto (891,00/70,714) und Michelle Hagman (SWE/RuFG Falkenberg) mit San Schufro (882,50/70,714) wurden Zweiter und Dritte.