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LC 93 startet Lauftreff Ohne Angst beim 24-Stunden-Lauf teilnehmen

Von Frederik Böckmann | 31.03.2015, 12:04 Uhr

Vor dem Burginsellauf muss sich niemand fürchten, sagt Dieter Meyer vom LC 93 Er erklärt, warum das so ist und wie der Laufclub Anfängern ihre Sorgen nehmen will.

Dieter Meyer kennt die Sorgen. Er hat sie im Vorfeld des Burginsellaufes schon von vielen Athleten gehört. 24 Stunden laufen? 24 Stunden lang möglichst viele Runden im 1,2 Kilometer langen Parcours drehen? Für viele Neueinsteiger unvorstellbar. Dieter Meyer sagt zu diesen Befürchtungen: „Wer es gewohnt ist, Sport zu treiben, der sollte die 24 Stunden schaffen.“ Der Mannschaftsbetreuer des LC 93 Delmenhorst, der den 24-Stunden-Lauf organisiert, erklärt: „Respekt ist gut. Das wichtigste ist, dass die Teilnehmer ohne Angst in den Lauf gehen.“

Wöchentliche Trainingsläufe

Diese Angst will der Laufclub vor allem den Anfängern nehmen. Am Montag startete der LC seine erste Einheit zur Vorbereitung auf den 24-Stunden-Lauf. In den nächsten Wochen bis zum Burginsellauf am 20. Juni lädt der Laufclub jeweils montags um 18.30 Uhr am Bootshaus in den Graftanlagen Anfänger, Trainierte oder Laufhungrige ein. Ausnahme sind die Wochen nach Ostern und Pfingsten: Dann starten die Lauftrainer jeweils mittwochs ihre Übungsläufe.

Laufclub sieht sich auch als Mentalcoach

Beim Training stehen aber nicht nur die konditionellen Grundlagen im Fokus. Meyer und seine LC-Kollegen wollen Hilfestellungen geben, Fragen beantworten, Sorgen nehmen. Welche Ausrüstung ist nötig? Wie ernähre ich mich richtig? Wie bereite ich mich am Tag vor dem Lauf richtig vor? Welche Taktik schlage ich ein? Und: Wie stehe ich die Nacht durch? „Wir sind da in einer gewisser Weise auch Mentaltrainer“, sagt Meyer.

Trainingsplan als Hilfestellung

Für die konditionelle Basis hat der LC einen Trainingsplan entwickelt, wie Anfänger oder Trainierte sich Woche für Woche, Tag für Tag auf den 24-Stunden-Lauf vorbereiten können. Er wird zu Beginn jeder Woche im dk veröffentlicht, außerdem steht er auf der dk-Homepage im Themenportal zum Burginsellauf. „Wir wollen damit Läufern ein Werkzeug an die Hand geben, wie sie die 24 Stunden schaffen können. Laufen ist kein Hexenwerk“, sagt Meyer, der zu den Hochzeiten des Laufclubs mehr als 80 Marathons (Bestzeit: 2:45 Stunden) und auch mehrere Ultra-Läufe (über mehr als 100 Kilometer) absolvierte.

Neben Laufeinheiten auch Stretching, Kraftübungen und Pausen

Der Trainingsplan des Laufclubs bis Mitte Juni besteht nicht nur aus Laufeinheiten. Im Gegenteil: Die Läufer sollen Tage für Stretching oder Kraft-Ausdauer-Übungen einplanen und auch trainingsfreie Tage einlegen. Eine wichtige Komponente der Laufeinheiten vor allem für Anfänger ist das sogenannte Fahrtspiel, das Abwechslung in die Laufeinheiten bringen soll.

Fahrtspiel „ein Spiel mit dem Tempo“

Hierbei wechseln sich schnelle und langsame Laufphasen mehrmals hintereinander ab, „ein Spiel mit dem Tempo“, wie Meyer es nennt. Im Vergleich zum Intervalltraining sind aber keine feste Zeit oder Strecke vorgegeben. „Das Fahrtspiel kann man hervorragend im Gelände trainieren. Zum Beispiel in der Großen Höhe“, erklärt Meyer. Läufer sollten sich zum Beispiel zwei Bäume als Markierung setzen und zwischen diesen beiden ihr Tempo steigern. Ganz wichtig für Anfänger: Das Tempo sollte nicht zu hoch angegangen und auch bei den schnellen Phasen nicht übersteigert werden.

Wer nicht ins Fitnesstudion will, kann auch Fahrradfahren

Übungen im Kraft-Ausdauer-Bereich sind vor allem für Läufer geeignet, die auch ins Fitnessstudio gehen. Hier sei vor allem Bauchmuskeltraining sinnvoll, sagt Meyer, rät aber auch: „Zu viel Gewicht an den Geräten ist eher kontraproduktiv.“ Läufer sollten lieber einfache Übungen häufiger wiederholen. Wer kein Studiogänger ist oder wem Kraftübungen nicht liegen, für den hat der 52-jährige Laufexperte eine einfache Alternative parat: Fahrradfahren.

Auch individuelle Trainingspläne sind möglich

Der detaillierte Trainingsplan, den der LC ausgearbeitet hat, sei jedoch kein Muss, um den 24-Stunden-Lauf zu bestehen. Er sei sowohl für Anfänger als auch Trainierte nur eine Vorgabe, sagt Meyer und betont: „Wir erstellen bei Bedarf gerne individuelle Pläne.“ Mit einem Ziel: Den Läufern die Furcht vor dem Lauf zu nehmen, damit sie am Ende die 24 Stunden genießen können. Trotz aller Anstrengungen.