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Leichtathletik-EM der Senioren Heiko Lersch und Diana Garde zufrieden, Uli Garde nicht

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 02.08.2017, 22:28 Uhr

Die heimischen Leichtathleten Diana Garde, Ulrich Garde, Heiko Lersch und Gabriele Rost-Brasholz sind ohne Medaillen von der Senioren-Europameisterschaft im dänischen Aarhus zurückgekehrt. Sie zogen ein gemischtes Fazit.

Heiko Lersch hatte es eilig. Nach seinem Wettkampf über 5000-Meter-Bahngehen verließ der Delmenhorster schnell das Tivoli Friheden in Aarhus. In der zweitgrößten Stadt Dänemarks fanden die mittlerweile 20. Leichtathletik-Europameisterschaft der Senioren statt. Seine Zeit? Sein Ergebnis? Das interessierte Lersch zunächst nicht. Erst in der Heimat schaute der Geher des SV Brake in die Ergebnislisten. Mit einer Zeit von 37:50,23 Minuten wurde Lersch in seiner Altersklasse 75 zwar nur Siebter. Doch statt sich über die Platzierung zu ärgern, freute sich der Leichtathletik-Veteran vielmehr über die Zeit. „Damit bin ich sehr zufrieden und dürfte mich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. Das war mein Ziel, das habe ich erreicht“, bilanzierte Lersch.

Ein gemischtes Fazit zog das Ehepaar Diana und Ulrich Garde von der LGG Ganderkesee. Diana Garde startete in ihrer Altersklasse 45 in drei Disziplinen. Über 100 Meter schied sie im Halbfinale mit einer Zeit von 14,25 Sekunden zwar aus, war im Vorlauf mit einer Zeit von 14,00 Sekunden aber Saisonbestzeit gelaufen. „Damit war sie sehr zufrieden“, berichtete ihr Mann Ulrich. Auch mit ihrer Leistung im Dreisprung, der wie das 100-Meter-Halbfinale am Samstag stattfand, war Diana Garde mehr als einverstanden. Zumal die Dreisprung-Anlage für Ulrich Garde „nicht EM-Tauglich“ war. „Es gab keinen richtigen Absprungbalken. Der war mit Band festgeklebt.“ Mit ihrer Weite von 9,80 Metern kratzte Diana Garde knapp an ihrer Saison-Bestmarke und belegte am Ende einen guten achten Platz. Weniger gut lief es für sie hingegen am Montag: Eine Weite von 4,60 Metern bedeuteten Platz neun. „Das war einfach nicht ihr Tag“, berichtete ihr Ehemann.

Der LGG-Routinier startete selbst in seiner Altersklasse 50 in zwei Disziplinen – mit überschaubarem Erfolg. Der Grund: Sein Muskelfaseriss bereitete Ulrich Garde große Probleme. Die Kugel stieß er aus dem Stand auf immerhin noch 13,26 Meter, was am Ende Rang acht bedeutete. „Beim Diskuswurf klappte dann gar nichts mehr“, berichtete Garde. Hier landete der Delmenhorster mit einer Weite von 33,84 Metern auf Platz 17. Den für Samstag angesetzten Speerwurf und den Fünfkampf der Werfer lässt Garde, der die Organisation lobte, auf Grund seiner Schmerzen ausfallen. „Für mich ist die Saison beendet“, sagte er. „Ich muss wieder fit werden.“ Nach Dänemark könnten die Gardes aber trotzdem reisen. Denn Diana Garde läuft am Ende der Senioren-EM eventuell noch für die deutsche 4x100-Meter-Staffel auf. „Das entscheidet sich aber erst Freitag“, sagte Ulrich Garde.

Mit Gabriele Rost-Brasholz aus Schierbrok nimmt eine weitere Sportlerin aus der Region an der Europameisterschaft teil. In ihrer Altersklasse 70 lief die für die LG Bremen-Nord startende Rost-Brasholz über 10.000 Meter in 55:40:83 Minuten auf Rang sechs, über 1500 Meter in 7:25,47 Minuten auf Platz vier und über 5000 Meter in 26:30,72 Minuten auf Rang neun. Am Samstag startet die Mittelstrecklerin noch über die 800 Meter.