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Letzter Tag des Turniers TV Munderloh wird in Hude Hallenkreismeister

Von Lars Pingel | 11.01.2015, 23:09 Uhr

Der Kreisligist ist der Sieger der ersten Hallenmeisterschaft, an der Teams aus dem Landkreis und der Stadt teilnahmen. Dritter wurde der VfL Wildeshausen vor dem TV Falkenburg.

Fabian Gaden war am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr anzusehen, dass ihm etwas Besonderes gelungen war. Er lief mit einem breiten Grinsen über das Spielfeld der Halle am Huder Bach. „Ich freue mich riesig, dass wir hier gewonnen haben. Dass ich dann noch das Siegtor geschossen habe, ist ein super Gefühl“, erklärte der Fußballer des TV Munderloh. 30 Sekunden waren im Finale der ersten Hallenkreismeisterschaft des Fußball-Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, in der Teams aus dem Landkreis und der Stadt gemeinsam antraten, noch zu spielen. Dann beförderte der 22-Jährige den Ball ins Tor des Ahlhorner SV: Der Kreisligist führte mit 2:1. Trotz großer Bemühungen schaffte es die Bezirksliga-Mannschaft nicht, noch auszugleichen.

Nach einem viertägigen Turnier, das der FC Hude ausgerichtet hatte, belegte der VfL Wildeshausen den dritten Rang. Er setzte sich gegen das Kreisliga-Team des TV Falkenburg mit 5:0 durch. Majues Gebhardt-Bauer (2), Storven Bockhorn, Sascha Görke und Tobias Düser trafen.

Finale wird von Taktik geprägt

„Wir standen zum dritten Mal hintereinander im Finale, endlich haben wir auch gewonnen“, sagte Gaden. Während der Partie war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie vor allem Fehler vermeiden wollten. Daher hielten sie den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen. Der erste gute Angriff brachte dem TVM in der fünften Minute das 1:0 durch Tibor Braun. Der Ahlhorner Christopher von Behren konterte Sekunden später mit einem Traumtor.

Wildeshausens Trainer Marcel Bragula lobte die Munderloher: „Sie haben verdient gewonnen.“ Der VfL, der den TVM 2013 und 2014 im Finale der Landkreis-Titelkämpfe besiegt hatte, war als Favorit in die Zwischenrunde gegangen. Diese Rolle hatte sich das Team durch einen ganz starken Auftritt in der Vorrunde verdient. Seine Mannschaft habe am Sonntag aber nicht an ihre spielerische Leistung vom Freitag anknüpfen können, erklärte Bragula.

Falkenburg kassiert in der Zwischenrunde kein Gegentor

Das war schon im Kräftemessen der besten zehn Teams zu sehen, das in zwei Gruppen ausgetragen wurde. Nach zwei Unentschieden gegen Falkenburg (0:0) und den TSV Ganderkesee (4:4) zog der VfL als Zweiter ins Halbfinale ein. Er lag hinter dem TVF, der kein Gegentor kassiert und Ganderkesee (1:0), den SV Baris (1:0) und den TSV Großenkneten (3:0) besiegt hatte.

Der TVM gewann die zweite Gruppe nach Siegen über den VfR Wardenburg (3:0), den Harpstedter TB (1:0) und den VfL Stenum (2:0) sowie einem 1:1 gegen Ahlhorn souverän. Der ASV gewann das entscheidende Spiel um Platz zwei mit 2:1 gegen Harpstedt.

In der Runde der letzten Vier gelang Munderloh mit dem 3:1 über Wildeshausen eine kleine Revanche für die Niederlagen in den Landkreis-Finals. „Das war unser bestes Spiel“, fand Gaden. Er erzielte das 1:0 (4.), Braun (6.) und Thorben Schütte (7.) erhöhten, ehe Görke den Ehrentreffer erzielte (8.).

Ahlhorn siegt im Neunmeterschießen

Im anderen Halbfinale endete die Serie der Falkenburger. Der Ahlhorner Swen Arkenbout überwand den starken TVF-Torwart Heiko Vogel (6.). Henning Free glich aus (7.), sodass das Neunmeterschießen entscheiden musste. Das ging, auch weil Vogel zwei Schüsse parierte, ebenfalls in die Verlängerung. Pierre Ritter traf für den ASV zum 5:4, Mirko Bolling verschoss.

Die Freude der Falkenburger über ihre Leistung trübte das, wenn überhaupt, ebenso wie die Niederlage im Spiel um Platz drei nur wenig. „Ich habe vorher nicht einmal mit einem Tor für uns gerechnet, bei der Gruppe“, bestätigte Free. Er hofft, dass das Kreisliga-Schlusslicht den Schwung mit in den zweiten Teil der Saison nimmt. „Wir werden mit positiver Stimmung in die Vorbereitung gehen“, sagte er. „Wir wollen es noch schaffen.“

Ähnliches wünscht sich Jörg Peuker, seit Jahresbeginn Trainer der Ahlhorner. Sein Team überwintert in der Bezirksliga auf einem Abstiegsplatz. „Jetzt sind die Spieler natürlich enttäuscht, weil wir unglücklich verloren haben. Ich denke aber, dass es in ein, zwei Tagen kommt, dass sie merken, dass es ein Erfolg war, dass wir im Finale waren“, sagte er. „Das sollte Mut und Motivation für die Rückrunde geben.“