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Lob für Kampfgeist HSG Hude/Falkenburg verliert gegen TV Oyten mit 20:28

Von Lars Pingel | 19.10.2015, 00:19 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Sonntag ihr Heimspiel gegen den TV Oyten mit 20:28 (8:13) verloren. Das HSG-Team war ersatzgeschwächt in die Partie gegangen. Sein Trainer Thorsten Stürenburg lobte die Einstellung seiner Spielerinnen.

Mehr war nicht drin. „Wir haben entsprechend unserer Möglichkeiten gespielt“, sagte Thorsten Stürenburg, Trainer der Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, über das Heimspiel gegen den TV Oyten. Seine Spielerinnen durften das als Kompliment verstehen: Sie hatten vor 100 Zuschauern einem Konkurrenten, der am Saisonende in den vorderen Tabellenregionen zu finden sein will, mit großem Einsatz Paroli geboten, waren beim 20:28 (8:13) aber chancenlos. „Ich finde die Niederlage ein paar Tore zu hoch, ansonsten ist sie aber verdient“, meinte Stürenburg. „Unsere Personalsituation hat nicht mehr zugelassen.“ In Janna Müller und Jessica Galle (Urlaub) fehlten zwei erfahrene Spielerinnen, die bisher in jeder Partie dabei waren. Sonja Cordes und Mareike Zetzmann fallen seit Saisonbeginn verletzt aus.

Drei Spielerinnen angeschlagen

Der Trainer des Aufsteigers sorgte sich nach dem Schlusspfiff dann auch nicht um verlorene Punkte, sondern richtete bange Blicke auf die Auswechselbank in der Halle am Huder Bach. Dort saß Kristin Schulze mit einem Eisbeutel auf dem Knie. Katharina Stuffel, die zunächst für ihren Heimatverein TV Neerstedt in der Landesliga aufgelaufen und dann in der zweiten Halbzeit zum HSG-Team gestoßen war, hatte sich einen um den Knöchel gelegt. Und Saskia Petersen plagten Schmerzen an der Hüfte. „Gut, dass wir zwei Wochen Pause haben“, sagte Stürenburg – und es war ihm anzusehen, dass er dabei hoffte, dass keine der Drei länger aussetzen muss.

Katharina Woltjen hält stark

Das HSG-Team, in dem Anja Wessels (2. Damen) und Miriam Skormachowitsch (reaktiviert) aushalfen, erwischte einen guten Start. Mit einer beweglichen 3-2-1-Abwehr nahm es dem Angriff des TVO oft die Wirkung. Dazu kam, dass HSG-Torhüterin Katharina Woltjen einige Chancen, die sich die Gäste trotzdem erspielten, glänzend vereitelte. Da auch die TVO-Defensive, die in der 6:0-Aufstellung agierte, sicher stand, fielen lange wenig Tore. Bis zum 7:7 (23. Minute) verlief die Partie ausgeglichen. Dann schied aber Schulze aus, die bis dahin viermal getroffen hatte, und die HSG kam in der Offensive komplett aus dem Rhythmus. „Die, die gut drauf war, verletzt sich auch noch“, ärgerte sich Stürenburg. Zur Pause lag die HSG mit 8:13 zurück.

Jacqueline Reinhold sorgt für die Entscheidung

In der zweiten Halbzeit ließ Stürenburg sein Team in der Abwehr in einer 6:0-Formation defensiver agieren, stellte dann (38.) aber auf ein 5+1 um. Franziska Bohlken, die bereits zwei Zeitstrafen erhalten hatte, kümmerte sich fortan intensiv um TVO-Spielmacherin Denise Engelke. Beide Varianten funktionierten recht gut.

Angeführt von Bohlken und Petersen kämpfte die HSG, in dessen Tor in den letzten 15 Minuten Karen Tapkenhinrichs ebenfalls überzeugte, bis zum Schlusspfiff um ein gutes Ergebnis. Dass sie den TVO nicht bezwingen würde, stand allerspätestens in der 44. Minute fest. Jacqueline Reinhold, die beim VfL Oldenburg Erstligaerfahrung gesammelt hat, brachte Oyten mit 20:14 in Führung .

„Mit der kämpferischen Leistung und der Einstellung der Spielerinnen bin ich zufrieden“, bestätigte Stürenburg dann noch sein zunächst verstecktes Lob.