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Mete Döner tritt zurück Chawkat El-Hourani neuer Trainer beim KSV Hicretspor

19.10.2015, 18:28 Uhr

Mete Döner ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Kreisligisten KSV Hicretspor. Er trat am Sonntag nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand zurück. Sein Nachfolger steht bereits fest: Es ist Chawkat El-Hourani, der bis Mitte August noch RW Hürriyet betreute. Von Manfred Nolte, Klaus Erdmann und Frederik Böckmann

„Mit der Niederlage beim TV Jahn hat mein Rücktritt nichts zu tun, sondern Querelen innerhalb des Vereins haben zu meinem Entschluss geführt“, begründete Döner seinen Rücktritt. Er habe zur neuen Saison 14 neue Spieler geholt und danach einige Akteure aufgrund von Disziplinlosigkeiten aus dem Kader gestrichen. „Darunter waren Söhne von Vorstandsmitgliedern dabei, deren Vätern das natürlich sauer aufgestoßen ist“, erklärt Döner.

Schon nach der Partie in Ahlhorn (1:6) habe er zurücktreten wollen, doch dann habe er sich mit dem Vorstand geeinigt, bis zur Winterpause an der Linie zu stehen. Nach dem Sieg gegen Dötlingen (2:0) sei erneut Kritik aufgekommen. „In der vergangenen Saison hatte Hicret zu diesem Zeitpunkt vier Punkte, jetzt sind es 14. Ich habe das Team in der vergangenen Spielzeit vor dem Abstieg bewahrt. Mir scheint es so, dass die Meinung vorherrscht ,der Döner hat seine Schuldigkeit getan, jetzt kann er gehen‘“, schildert der Coach seine Stimmungslage.

Mete Döner zieht sich als Spieler in die zweite Mannschaft zurück

Mete Döner hatte erst Ende Februar d en Posten beim KSV Hicretspor übernommen und die Mannschaft nach einer schwachen Hinrunde relativ sicher zum Klassenerhalt geführt. Der 35-Jährige will jetzt bis zur Winterpause eine Trainerpause einlegen. „Zudem werde ich in der zweiten Mannschaft von Hicret kicken und mich vermehrt um alte Freunde kümmern“, sagt Döner, der seine Trainerkarriere im kommenden Jahr fortsetzen möchte.

Mit dem ehemaligen Hürriyet-Trainer Chawkat El-Hourani, der am 16. August beim selbst ernannten Titelanwärter zurückgetreten war, präsentiert Hicretspor einen Nachfolger. „Wir haben dem Rücktrittswunsch von Mete entsprochen und einen erfahrenen Nachfolger gefunden. Als Co-Trainer fingiert Halil Cocak“, teilte Hicrets Abteilungsleiter Ali Yalcin mit.

Chawkat El-Hourani reizt die Aufgabe bei Hicretspor

El-Hourani selbst ist für seine neue Aufgabe bereits Feuer und Flamme. „Als Fußballer kann man nicht lange ohne Fußball auskommen“, erzählt El-Hourani. „Es hat mich einfach gereizt, wieder in das Geschäft einzusteigen. Ich freue mich riesig.“ Eigentlich wollte der ehemalige libanesische Nationalspieler noch bis zur Winterpause kein Amt als Trainer annehmen. Er wollte mehr Zeit mit der Familie verbringen, gleichzeitig den Überblick über seine 40 Mitarbeiter große Firma für Kurierdienste behalten – weshalb er direkt nach seinem Ausstieg bei Hürriyet eine erste Anfrage auch direkt ablehnte.

Doch bereits nach ein paar Tagen ohne Fußball merkte El-Hourani, dass ihm ohne die Zeit auf dem Fußballplatz „irgendwas fehlt“. Also besuchte er in den vergangenen Wochen allerlei Fußballspiele in der Region,. „Am Wochenende habe ich mir meistens zwei Spiele pro Tag angesehen“, sagt El-Hourani und lacht. Der 49-Jährige brauchte also wenig Bedenkzeit, um die Anfrage von Hicretspor zu bejahen. Am Mittwoch leitet El-Hourani das erste Training beim türkischen Klub.

El-Hourani kündigt für die Winterpause Verstärkungen an

Als Neunter liegt Hicret noch im Mittelfeld, doch El-Hourani richtet sich bis zum Saisonende auf einen Kampf um den Klassenerhalt ein. Deshalb möchte er seinen Kader im Wintger auch verstärken. „Ich stehe mit fünf, sechs Spielern bereits in guten Gesprächen“, verrät El-Hourani. Ob sein ehemaliger Zögling Hayri Sevimli, der seit El-Houranis Rücktritt bei Hürriyet verschollen ist, ein Kandidat ist, beantwortete der Coach mit einem verschmitzten Lächeln: „Namen verrate ich erst, wenn sie perfekt sind.“