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Nahrin Uyar in Torlaune TV Jahn Delmenhorst schlägt TSV Havelse 3:1

Von Klaus Erdmann | 16.10.2016, 18:00 Uhr

Siebtes Saisonspiel, sechster Erfolg: Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben den TSV Havelse mit 3:1 (2:1) bezwungen. Alle drei Tore für den Tabellenführer erzielte Nahrin Uyar.

Die Fußballerinnen des TV Jahn haben am Sonntag, beim 3:1 (2:1) über den TSV Havelse, gezeigt, warum sie zu den Spitzenteams der Regionalliga Nord gehören. Der TVJ bekam eingangs eine „kalte Dusche“ in Form eines Gegentores verpasst, schüttelte sich kurz, übernahm mehr und mehr das Kommando und siegt hochverdient in einer Begegnung, die nicht zu seinen besseren Auftritten gehörte. Zur „Spielerin des Tages“ avancierte vor 50 Zuschauern im Stadion Nahrin Uyar, die sämtliche drei Tore des Spitzenreiters erzielte. Die Delmenhorsterinnen mussten am Sonntag ohne Stammtorhüterin Magdalena Flug und Regisseurin Anna Mirbach, die eine Fähre von der Insel Spiekeroog zum Festland verpasst hatten, auskommen.

Besagte „kalte Dusche“ bekam der selbstbewusste Favorit in der 2. Minute verabreicht. Die routinierte Yvonne Tünnermann, die beim TSV Havelse gemeinsam mit Maike Stickel, das Spielertrainerinnen-Duo bildet, kurvte vom linken Flügel zur Mitte und markierte mit einem haltbaren 16-Meter-Schuss das 0:1. Nach einem Zuspiel von Kita Grotheer und imponierendem Solo schoss Nathalie Hereren über das Tor (17.). In der 24. Minute traf Uyar erstmals. Nach einem Vergehen von Nina Thürnau nahm sie die – von sich aus gesehen – rechte untere Ecke ins Visier und versenkte das Spielgerät per 20-Meter-Freistoß zum 1:1. Bei einem Distanzschuss von Michelle Lupprian zeichnete sich die ansonsten nicht übermäßig große Sicherheit ausstrahlende TSV-Keeperin Michelle Klemm aus (34.).

Nahrin Uyar trift zu psychologisch wichtigen Zeitpunkten

Die Treffer Nummer zwei und drei gelangen Uyar in Momenten, die gerne als „psychologisch wichtig“ bezeichnet werden: Nach exaktem Zuspiel von Simone Wimberg traf sie zunächst zum 2:1 (40.). Ebenfalls scheinbar mühelos netzte die Torjägerin in der 47. Minute zum 3:1 ein – diesmal nach hervorragender Vorarbeit von Heeren und Neele Detken. Lupprian (54.), Detken (58.) sowie zweimal Heeren (75. und 79.) verpassten die Resultatsverbesserung.

„Die Überlegenheit hat sich ausgezahlt“, sagte Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier. „Die Mannschaft hat nicht Normalform gebracht, aber dennoch ein gutes Spiel abgeliefert.“ Die unbesiegten Jahn-Frauen verbuchten im siebten Spiel den sechsten Dreier.