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Tischtennis-Landesmeisterschaft Neunjähriger Adrian Schwemmle sorgt für den VfL Stenum für Premiere

Von Andreas Giehl | 18.12.2019, 21:30 Uhr

U11-Talent Adrian Schwemmle ist der erste Tischtennisspieler seines Vereins, der es zur Landesmeisterschaft geschafft hat.

Vor einigen Wochen hatte der neunjährige Tischtennisspieler Adrian Schwemmle aus der Talentschmiede des VfL Stenum für Aufsehen gesorgt. Bei seinem ersten großen Turnier, den Bezirksmeisterschaften der Jungenklasse U11, war er unerwartet bis ins Viertelfinales vorgestoßen. Bei den Landesmeisterschaften in Helmstedt waren seine Gegner jetzt allerdings noch zu stark. Der Hoffnungsträger schied bereits in der Vorrunde aus.

Für Adrian war allein die Teilnahme eine große Ehre. Der Stenumer gelangte in das 24-köpfige Starterfeld über eine Einladung in die unmittelbare Nachrückerliste. Ohne langes Grübeln entschieden sich Adrian, seine Familie und sein Verein dafür, diese Chance zu ergreifen – er ist damit der erste Stenumer, der es soweit geschafft hat.

Natürlich rechnete der VfL-Betreuerstab in diesem starken Feld mit hohem Leistungsniveau nicht mit einem großen Erfolg. Aber kaum in der Halle saugte Adrian schon einmal die besondere Atmosphäre auf. Kurz vor dem Turnierbeginn erfolgte zunächst eine kurze Besprechung für die Starter aus dem Bezirksverband Weser-Ems. Zu ihnen gehörte auch der spätere Landesmeister Alexander Uhing vom Hundsmühler TV.

Kein Satzgewinn, aber viele Erfahrungen

Adrian Schwemmle verkaufte sich teuer, auch wenn er sich mit Achtungserfolgen zufrieden geben musste. Auf Landesebene wird ein anderes Tempo gespielt, sowohl bei den Schlägen als auch bei der Beinarbeit. Mit sicheren Bällen zu agieren und auf den Fehler des Gegners zu warten, schied als taktisches Mittel aus. Auch wenn der Stenumer im Verlauf seiner drei Einzel zunehmend risikofreudiger agierte und ihm sogar ein paar schöne Punkte gelangen, konnte er bei seinen 0:3-Niederlagen gegen Matthias Kassens (SV Hodenhagen), Yannick Wilomowski (VfL Oker) und Jannik Hexel (TSV Langreder) keinen Satzgewinn verbuchen.

Dennoch waren im Anschluss er und sein Trainer Daniel Fangmann durchaus zufrieden: „Wir haben unsere Lektion gelernt und werden in Zukunft noch fokussierter an Ballplatzierung und Schlaghärte arbeiten.“

Trotz allem hat Adrian Schwemmle zu Beginn seiner Laufbahn eine zarte Duftmarke gesetzt. In Helmstedt gehörte er zum Kreis der wenigen Spieler aus dem jüngeren Jahrgang in der U11-Klasse. Damit könnte er, wenn er sich bei der Bezirksmeisterschaft erneut qualifiziert, im kommenden Jahr eine weitere Chance bei der Landesmeisterschaft bekommen. In jedem Fall wird man in der lokalen Tischtennisszene seine Entwicklung künftig aufmerksam mitverfolgen.