Ein Angebot der NOZ

NFV-Pokal Amateure 2018/19 SV Atlas empfängt im Viertelfinale FC Hagen/Uthlede

Von Klaus Erdmann | 01.10.2018, 18:51 Uhr

Die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben an diesem Mittwoch, 3. Oktober, die Chance, ins Halbfinale des NFV-Pokals der Amateure einzuziehen. Ab 15 Uhr treffen sie im Stadion an der Düsternortstraße auf ihren Oberliga-Rivalen FC Hagen/Uthlede.

Wenn eine Fußballmannschaft einen Erfolg feiert, dann ist zuweilen schnelles Umschalten ein Grund. Die Spieler des SV Atlas müssen bereits vor der nächsten Aufgabe schnell umschalten, denn nur vier Tage nach der 1:3-Niederlage gegen den HSC Hannover folgt das nächste Heimspiel. Am Mittwoch, 15 Uhr, empfängt der Oberligist den Ligakonkurrenten FC Hagen/Uthlede zu einem Viertelfinalspiel des Pokalwettbewerbs auf Landesebene. Motivationsprobleme dürfte es nicht geben, denn der Sieger dieser Partie steht in der Runde der letzten vier Mannschaften.

Der neue Modus, der Dritt-und Regionalligisten sowie die darunter angesiedelten Teilnehmer trennt, erhöht den Reiz. Wer noch dreimal gewinnt, steht in Runde eins des DFB-Pokals. Getreu dem Motto „Ein bisschen Träumen ist erlaubt“ hoffen der SVA und sieben weitere Oberligisten auf eine Begegnung mit einem der (ganz) Großen.

Atlas will aus 1:3-Niederlage gegen HSC Hannover Lehren ziehen

Nach dem 1:3 im Spitzenspiel gegen den unbesiegten HSC Hannover sprach Cheftrainer Jürgen Hahn von einer „brutalen Erkenntnis“. Genau genommen sind es solgar zwei: Wer Chancen nicht nutzt (Atlas stand vor der Führung und besaß auch nach dem 0:2 gute Möglichkeiten) und wer sich „auf diesem Niveau“ (Hahn) Fehler erlaubt, wird (mit einer Niederlage) bestraft. Das ist nicht neu, bewahrheitete sich aber am Samstag einmal mehr.

„Wir müssen“, betonte ein enttäuschter Coach Hahn nach dem 1:3 im Gipfeltreffen, das seiner Elf die zweite Saisonniederlage bescherte, „wir müssen diese Erkenntnisse mitnehmen.“ Viel Zeit bleibt nicht. Während des Trainings am Montag ging es für die Verantwortlichen darum, das HSC-Spiel zu analysieren und die Fußballer auf das Hagen/Uthlede-Spiel vorzubereiten. Schnelles Umschalten ist unbedingt erforderlich.

Oberliga-Spiel endete 2:2

Hagen/Uthlede und Atlas standen sich bereits am ersten Spieltag 2018/19 (10. August) gegenüber. Nach Treffern von Karlis Plendiskis (6. Minute) und Marco Prießner (15.) musste sich Delmenhorst in Hagen im Bremischen noch mit einem 2:2 begnügen. Der Aufsteiger ist in der fünfthöchsten Spielklasse angekommen. Dem 2:2 folgten Siege bei Arminia Hannover (3:0) und gegen Borussia Hildesheim (2:1). Inzwischen stehen bei dem Team vier Dreier, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche. Hinter dem punktglechen SVA (14 Zähler) belegt es Rang fünf.

FC-Trainer Carsten Werde freut sich auf Spiel in Delmenhorst

Jürgen Hahn hat jenes Team, das seiner Mannschaft am Mittwoch den Einzug in das Halbfinale verwehren möchte, am Freitag beim 1:1 beim BV Cloppenburg beobachtet. Er zeigte großen Respekt: „Hagen verfügt über schnelle Leute und zeigt ein gutes Umschaltspiel. Wir stehen vor einer Herausforderung.“ Das Viertelfinale, fügte er hinzu, sei ein Highlight und Atlas könne viel gewinnen. Delmenhorsts Sport-Vorstand Bastian Fuhrken („Die Chancenverwertung muss wieder besser werden“) warnt vor einem „spielstarken Gegner“.

Hagen/Uthlede rechnet im Delmenhorster Stadion mit beachtlicher Fanunterstützung und FC-Trainer Carsten Werde freut sich auf das Treffen: „Spiele in Delmenhorst sind Highlights, egal ob im Pokal oder in der Liga.“ Eine SVA-Mannschaft stand zuletzt vor 22 Jahren in einem Niedersachsenpokal-Viertelfinale. Am 18. September 1996 hieß es 2:3 beim TuS Celle. Vor 641 Zuschauern erzielte Torsten Wiebe die Delmenhorster Tore. Ob am Mittwoch dem aktuellen Team der Sprung in das Halbfinale gelingt, hängt auch davon ab, ob es schnell genug umschaltet.