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Niederlage im Testspiel Vor der HSG Delmenhorst liegt noch viel Arbeit

Von Klaus Erdmann | 24.08.2017, 23:49 Uhr

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst unterliegen nach kräftezehrender Vorbereitung dem Drittliga-Aufsteiger ATSV Habenhausen mit 25:33.

In der vergangenen Saison haben sie in der Oberliga Nordsee gegeneinander gespielt. In Delmenhorst siegte der ATSV Habenhausen gegen die HSG mit 27:24, im Rückspiel behielten die Bremer mit 31:15 die Oberhand. In der Zwischenzeit ist einiges passiert: Habenhausen gelang der Sprung in die 3. Liga, die Delmenhorster sind in die Verbandsliga abgestiegen. Am Mittwochabend bestritten die Mannschaften in der Halle am Stadion ein Vorbereitungsspiel, das der ATSV mit 33:25 (14:11) für sich entschied.

Die ersatzgeschwächten Gastgeber, denen die Strapazen der Vorbereitungsphase anzumerken waren, ließen noch Wünsche offen. So sah es auch Jörg Rademacher: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Das Defensivverhalten war nicht wie gewohnt.“ Der Trainer sprach ferner von einem „langwierigen Prozess“, der bis Weihnachten dauern werde.

Guter Start der HSG

Die HSG hielt anfangs vor 120 Zuschauern gut mit und führte in der 14. Minute durch Stefan Timmermann mit 7:5. Nach dem 8:6, das ebenfalls auf das Konto von Timmermann ging, erzielte der Gast vier Treffer in Folge. Zur Pause lag der Drittligist mit 14:11 in Führung. In der 34. Minute sorgte Hauke Marien für das 17:11. Der Favorit baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Björn Wähmann, der beim ATSV zu den auffälligsten Spielern gehörte, verwandelte in der 41. Minute einen Siebenmeter zum 22:12 und bescherte seinem Team den deutlichsten Vorsprung. Zwischenzeitlich lag der Hausherr „nur“ mit sechs Toren zurück. In der letzten Minute des Testspiels setzte der Delmenhorster Jörn Janßen den Schlusspunkt unter das 25:33.

Die HSG ging im Angriff zuweilen zu umständlich zu Werke und offenbarte in der Defensive (Konzentrations-)Schwächen. Berücksichtigt werden muss jedoch die Tatsache, dass die Mannschaft in den vergangenen Wochen beinahe täglich trainiert hat. Zudem standen einige Spieler nicht zur Verfügung.

Viele Verletzte vor dem Start

„Habenhausen war eine Klasse besser und hat uns die Grenzen aufgezeigt“, betonte Rademacher. „Unsere Mannschaft ist sehr müde und die Beine sind schwer. Die Spieler haben zu wenig Laufbereitschaft gezeigt. Doch es ist keine Schande, gegen Habenhausen mit acht Toren Unterschied zu verlieren.“ Der Coach der HSG („Wir haben ohne etatmäßigen Linksaußen gespielt“) bedauerte, dass einige Spieler fehlen. „Eine Woche vor dem Punktspielstart haben wir viele Verletzte. Das ist blöd und sorgt für Unruhe“, sagte Rademacher.

 HSG: Lettmann, Voß, Schröder, Meißner, Sudau 5, Ludwig, Timmermann 6, Oetken 4/1, Schenk, Haake 3, Janßen 2, Kohrt 4, Schöps, Windels 1.