Ein Angebot der NOZ

Niederlage in Neuenhaus/Uelsen Neerstedter Mini-Kader belohnt sich nicht – 35:37

Von Frederik Böckmann | 19.04.2015, 17:25 Uhr

Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt haben ihr Auswärtsspiel bei der SG Neuenhaus/Uelsen mit 35:37 (18:17) verloren.

Sie waren mit einem Mini-Kader angereist, sie hielten das Spiel bis kurz vor Schluss offen – und doch standen die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt nach dem Auswärtsspiel bei der SG Neuenhaus/Uelsen und einer 35:37 (18:17)-Niederlage am Ende mit leeren Händen da. „Trotzdem ein großes Kompliment an mein Team. Das war kämpferisch sehr sehr stark“, meinte TVN-Trainer Kai Freese.

Problem eins: der kleine Kader

Der Coach führte drei Gründe für die Niederlage an. Punkt eins: Der kleine Sieben-Mann-Kader. Torwart Christoph Kuper und seine sechs Vorderleute (Tim Schulenburg, Marcel Kasper, Bastian Carsten-Frerichs, Andrej Kunz, Torben Kruse, Jan Busse) spielten in der ausgeglichenen Partie komplett durch. Dazu saß der nicht fitte Philipp Freese auf der Bank. „Am Ende sind uns einfach die Kräfte ausgegangen“, sagte Freese.

Problem zwei: die organisatorische Planung

Punkt eins hatte auch mit Ärgernis zwei zu tun: Die organisatorische Planung, die für Freese eine „kleine Panne“ war. Weil die TVN-Damen ebenfalls in Neuenhaus spielten (und 24:28 verloren), reisten beide Mannschaften bereits um 13.30 Uhr gemeinsam zum Spiel in die Grafschaft Bentheim. Das Problem: Da Björn Wolken und Eike Kolpack beide bis 16 Uhr arbeiteten, mussten die Abwehrrecken für die Partie passen. „Damit fehlte uns der komplette Innenblock“, erklärte Freese und spielt auf die fehlende Größe der TVN-Abwehr an. SG-Shooter Jörn Wolterink (insgesamt 14 Tore) fand deswegen immer wieder Lücken in der Neerstedter Deckung.

Problem drei: die Schiedsrichter

Problem Nummer drei waren die Schiedsrichter: In der 58. Minute (33:32 für Neuenhaus/Uelsen) gaben die Referees Marcel Kasper eine für Freese „lächerliche Zwei-Minuten-Strafe“ – die einzige Zeitstrafe gegen den TVN im gesamten Spiel. „Damit haben die Schiedsrichter das Spiel entschieden. Sie haben sich nach der Partie bei uns auch für ihre Entscheidung entschuldigt“, berichtete Freese. Deshalb belohnten sich die spielerisch stärkeren Gäste am Ende für ihren couragierten Auftritt nicht.