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Niedersachsenpokal der Frauen TV Jahn Delmenhorst steht im Landespokalfinale

Von Klaus Erdmann | 01.05.2017, 22:59 Uhr

Durch ein souveränes 4:1 bei Blau-Weiß Hollage qualifizieren sich die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst für das Finale des Niedersachsenpokals.

Die Fußballerinnen des TV Jahn, Zweiter der Regionalliga, haben sich souverän für das Finale des AOK-Niedersachsenpokals qualifiziert. Beim Oberliga-Zweiten BW Hollage kam die Mannschaft des Trainer-Duos Claus-Dieter Meier/Bernd Hannemann zu einem klaren 4:1 (3:0). Die Delmenhorsterinnen treffen am Sonntag, 28. Mai, in Barsinghausen auf ihren Liga-Konkurrenten TSV Limmer, der sich bei Oberliga-Spitzenreiter MTV Barum mit 6:5 (0:0) nach Elfmeterschießen behauptete. Der Sieger des Endspiels qualifiziert sich für den DFB-Pokal – allerdings wäre Jahn als voraussichtlicher Zweitliga-Aufsteiger ohnehin dabei. Limmer würde selbst bei einer Finalniederlage nachrücken.

Frühe Delmenhorster Führung

Bei BW Hollage, das über Personalprobleme klagte, lief für den Favoriten TVJ, der auf die verletzte Nadine Poppen und Urlauberin Simone Wimberg verzichten musste, alles nach Wunsch. „Wir wollten den Gegner sofort unter Druck setzen“, erklärte Coach Meier. Der Plan ging auf. Bereits in der 2. Minute sorgte Julia Hechtenberg nach einer Ecke von Malin Knodel per Direktabnahme für die Führung. Nach einer Flanke von Hechtenberg verlor Anna Mirbach zunächst das Duell mit Hollages Schlussfrau Ingrid Witte, ehe Nahrin Uyar den Nachschuss zum Delmenhorster 2:0 nutzte (10.). In der dritten Minute der Nachspielzeit war Hechtenberg nach einem Ballgewinn für den 3:0-Pausenstand verantwortlich. „Das war natürlich ein psychologisch wichtiger Zeitpunkt“, kommentierte Meier den dritten Treffer.

Hollage mit Verletzungspech

Der harmlose Gastgeber, so der Jahn-Trainer, habe kaum Chancen gehabt. Lediglich bei Standardsituationen sei es das eine oder andere Mal für sein Team eng geworden. Zudem hatten die Blau-Weißen Pech: Weitere Spielerinnen verletzten sich und mussten durch Nachwuchskräfte ersetzt werden.

In der 57. Minute gelang Hollage durch einen Handelfmeter, den Kira Grotheer verursacht hatte, der Anschlusstreffer. Torjägerin Katharina-Johanna Jarzyna verwandelte. „Das Handspiel geschah an der Grenze des 16-Meter-Raums“, berichtete Meier. Schiedsrichterin Carla Maria Unland, zu deren Assistenten Ehemann Stephan Alfred Unland gehörte, hatte laut Meier zunächst auf Freistoß entschieden, ließ sich dann jedoch von Tim Poggemann, dem zweiten Linienrichter, davon überzeugen, dass ein Strafstoß die richtige Entscheidung sei. Jahn zeigte sich davon unbeeindruckt und kam in der 67. Minute durch Mirbach zum 4:1. Die Vorarbeit hatten Grotheer und Hechtenberg geleistet. Mirbach, Neele Detken und Hechtenberg vergaben weitere gute Gelegenheiten.

„Es war leichter als erwartet, aber das lag natürlich auch daran, dass wir bereits nach zehn Minuten mit 2:0 geführt haben“, meinte Meier, dessen Spielerinnen den Einzug in das Pokalfinale bejubelten.