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Oberliga der Handballerinnen HSG Hude/Falkenburg siegt im Schongang

Von Daniel Niebuhr | 27.03.2017, 00:02 Uhr

Den Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg reicht eine mäßige Leistung zum 26:20 gegen die SG Findorff.

Man musste schon ganz genau hinsehen, um zu erkennen, wer das Handballspiel zwischen der HSG Hude/Falkenburg und der SG Findorff am Sonntag gewonnen hatte. Beide Mannschaften bedankten sich Seite an Seite bei den 60 Zuschauern, die Mienen der Trainer waren auch keine große Hilfe. Findorffs Annika Bartels lächelte ebenso gequält wie Hudes Timo Stein, den das 26:20 (12:9) gegen die abstiegsbedrohten Bremerinnen nicht direkt zu Euphorieschüben inspirierte. „Wir haben mit angezogener Handbremse gespielt“, befand der HSG-Coach. „Trotzdem hätten wir hier 40 Tore werfen müssen.“

Deckung noch nicht sattelfest

Immerhin reichte seinem Team ein minimaler Aufwand zu zwei eingeplanten Punkten, auch wenn die Partie ein eher übersichtliches Niveau hatte. Die Findorfferinnen, die jeden Punkt im Abstiegskampf brauchen, hatten mit ihren technischen Fehlern zu kämpfen, Hude/Falkenburg eher mit der noch nicht ganz sattelfesten 3-2-1-Deckung, an der Stein gerade feilt: „Teilweise hat mir das gut gefallen. Wir haben viele Ballgewinnen erzwungen, kommunizieren aber noch zu wenig miteinander.“

Eine Halbzeit lang war Findorff ein ebenbürtiger Gegner, nach dem 13:10 in der 32. Minute fiel mit einem Huder 5:1-Lauf zum 18:11 in der 38. Minute die Vorentscheidung. Spannung kam keine mehr auf, die HSG ließ Findorff nicht mehr dichter als bis auf fünf Tore heran. Mareike Zetzmann sorgte nach Ablauf der Zeit mit einem Siebenmeter für ihr neuntes Tor und den Endstand. „Es war ein Kampfspiel, das war vorher klar“, sagte Stein: „Mit dem Ertrag bin ich durchaus zufrieden.“