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Oberliga-Rivalen unter sich TV Neerstedt lädt Sonntag zur nächsten Pokalrunde

Von Frederik Böckmann | 08.01.2016, 21:11 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen, des TV Cloppenburg, des VfL Edewecht und Titelverteidiger TV Neerstedt wollen am Sonntag beim TVN in das Pokalfinale Anfang April einziehen.

Pokalspiele haben sich in den vergangenen Jahren nicht gerade zu einer Lieblingsbeschäftigung von Handball-Mannschaften entwickelt. Weite Fahrten, hohe Kosten, unattraktive Gegner: selbst höherklassige Teams schickten teilweise nur ihren Unterbau zu den Vierer-Turnieren – und waren über ihr Ausscheiden alles andere als traurig. Ein anderes, positives Beispiel lieferte in der Vergangenheit der TV Neerstedt. Der Oberligist ging die HVN/BHV-Pokalspiele professionell an – und wurde 2015 mit dem Sieg im Final Four beim TV Bissendorf/Holte belohnt.

Auch für Neerstedts Trainer Jörg Rademacher genießt der Pokal nicht gerade „die höchste Priorität“, dennoch qualifizierten sich seine Männer mit dem 33:16 im Halbfinale gegen die TS Hoykenkamp und dem 23:18-Sieg im Endspiel gegen den Elsfelther TB für die 3. Pokalrunde. Der Lohn: Neerstedt lädt am Sonntag ab 13 Uhr in eigener Halle zu einer attraktiven Vierer-Runde ausschließlich mit Oberligisten. Ab 13 Uhr stehen sich der VfL Edewecht (4.) und die HSG Schwanewede/Neuenkirchen (5.) im ersten Halbfinale gegenüber, danach erwartet Neerstedt (6.) ab 15 Uhr den Nachbarn TV Cloppenburg (10.). Das Endspiel wird um 17 Uhr angepfiffen; der Sieger qualifiziert sich für das Pokalfinale, das am 2. oder 3. April ausgetragen wird. „Das verspricht mega Live-Handball, geballt auf drei Begegnungen“, schreibt der TVN auf seiner Homepage.

Mit dem TV Cloppenburg um den früheren Delmenhorster Lennart Witt hat die Rademacher-Truppe noch eine Rechnung offen. Das Ligaspiel verloren die Neerstedter nach einer schludrigen Vorstellung glatt mit 25:31 – und entnervten ihren Trainer. „Wir waren vom Kopf her zu keiner Sekunde bereit für dieses Spiel“, klagte Rademacher damals. „Wir hatten nie eine echte Chance.“ Jetzt bietet sich dem TVN die Chance zur Revanche.