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Oberliga-Zulassung erhalten SV Atlas peilt mit aller Macht die Meisterschaft an

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 11.05.2017, 09:34 Uhr

Es war nur ein Satz. Doch diese 22 Worte, die der Niedersächsische Fußballverband (NFV) am Dienstag in einer Mitteilung an den Fußball-Landesligisten SV Atlas Delmenhorst mailte, wurden von den Verantwortlichen des SVA sehr zufrieden zur Kenntnis genommen. „Für den Fall einer auch sportlichen Qualifikation freuen wir uns, Ihren Verein im nächstem Spieljahr in der Oberliga Niedersachsen begrüßen zu dürfen“, schrieb der NFV.

Übersetzt heißt das: der Verband hat die Zulassung zur Oberliga für das kommende Spieljahr 2017/2018 bestätigt. Die Blau-Gelben haben die Auflagen im Wesentlichen erfüllt, müssten bei einem sportlichen Aufstieg in Zusammenarbeit mit der Stadt aber in einigen Bereichen in der Stadion-Infrastruktur nachbessern, wie Sport-Vorstand Bastian Fuhrken erklärte.

Das Thema Oberliga-Zulassung zeigt: Tabellenführer Atlas träumt nicht mehr nur von der Oberliga, er sieht sich nicht mehr nur neben dem Zweiten BW Lohne und dem Dritten SC Melle als einer von drei verbliebenen Titelkandidaten. Nein, die Oberliga ist greifbar nahe – und der SVA packt das Thema nun öffentlich offensiv an. Es war am vergangenen Samstag nach dem 2:0 gegen den TV Dinklage von allen Beteiligten nicht mehr zu überhören und zu übersehen: Atlas will mit aller Macht in die Oberliga, den Durchmarsch in die fünfte Liga, den vierten Aufstieg in den vergangenen fünf Jahren – daran gibt es kein Vertun. Denn: Wer weiß schon, ob die Chance auf den Titel auch in der nächsten Saison wieder so groß ist?

Thomas Mutlu: „Haben noch drei geile Wochen vor uns“

Während die Fans schon während der Begegnung von der Oberliga skandierten („Werdet zur Legende, kämpfen ohne Ende, für die Oberliga, SVA!“), stimmten die Spieler nach der Partie „Spitzenreiter“-Gesänge an. „Wir haben jetzt noch drei geile Wochen vor uns. Lasst uns alle hart arbeiten“, sagte Atlas-Anpeitscher Thomas Mutlu im Mannschaftskreis und stimmte seine Teamkollegen mit markigen Worten auf die beiden Topspiele am Samstag (16 Uhr) in Melle und in der darauffolgenden Woche in Lohne ein. „Dann können wir am letzten Spieltag gegen den VfL Wildeshausen ein großes Fest feiern.“

Auch Coach Jürgen Hahn sagte selbstbewusst und mit dem Glauben an die eigene Stärke seines Teams: „Wir haben alles in eigener Hand. Dann können Melle und Lohne in ihren Nachholspielen machen, was sie wollen.“ Vor der Partie gegen Dinklage hatte er noch öffentlich versucht, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen und tat dies auch in der Teamsitzung. Dort hatte er auf einer Tafel eine große 1 gemalt und seine Elf darauf hingewiesen, dass sie auch nach dem TVD-Spiel weiter Erster sei – egal, bei welchen Resultaten. „Aber es sollen weiter vier Punkte bleiben“, verdeutlichte Coach Hahn während der Besprechung.

 Atlas-Spielplan und Tabelle der Fußball-Landesliga 

Sollten die SVA-Spieler in irgendeiner Form Druck gespürt haben, dann verwandelten sie ihn gegen Dinklage in positive Energie. Denn nach den zähen Spielen gegen Friesoythe (2:2) und in Bad Bentheim (1:0) habe seine Elf „wie befreit“ aufgespielt, lobte Hahn und sagte: „Wir müssen jetzt nur noch drei Schritte gehen.“ Drei Schritte bis zur Oberliga.