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Oldenburg-Land/Delmenhorst Auf- und Abstiegsszenarien der Fußball-Region im Überblick

Von Benjamin Kraus und Frederik Böckmann | 05.05.2017, 09:20 Uhr

Die U 21 des VfL Osnabrück zieht sich im Sommer aus der Oberliga zurück – eine Nachricht, die Nachfragen in der Amateurfußballszene auslöste: Wer bekommt den freien Platz? Gibt es Aufstiegs-Relegationen? Ein Blick auf die Eventualitäten im Saisonendspurt aus Sicht der Fußball-Region Oldenburg-Land/

Die schlechte Nachricht zuerst: Weil die VfL-U-21 die Saison normal zu Ende spielt und erst dann mit dem Rückzug im Sommer einfach aus der Wertung genommen wird, gibt es keinen zusätzlichen freien Platz in der Oberliga. Aus dieser steigen nun nur noch die letzten drei Mannschaften ab – mit den vier Landesliga-Meistern als Aufsteiger ist alles wieder in der Reihe in der 16er-Staffel. Diese würde sich aber auf 17 Teams vergrößern, wenn aus der Regionalliga Nord im Sommer wie absehbar zwei niedersächsische Teams absteigen sollten (dort ist der SV Eichede aus Schleswig-Holstein bereits weg, die anderen beiden Plätze gehen entweder an LM Wolfsburg, BSV Rehden, Lüneburger SK, VFV Hildesheim, Hannover 96 II, Braunschweig II, St. Pauli II oder Egestorf-Langreder) und gleichzeitig der Oberliga-Zweite in der Aufstiegsrelegation scheitert. (Weiterlesen: VfL Osnabrück löst die U21 auf) 

Spannend wird es für die Region, wenn der BV Cloppenburg mit dem Wildeshauser Janek Jacobs am Saisonende den Klassenerhalt in der Oberliga schafft – nach dem Rückzug der VfL-U-21 also mindestens 13. wird. Dann steigt kein Weser-Ems-Team in die Landesliga ab. Der BVC steht als Elfter drei Spiele vor Schluss zwei Punkte vor der Abstiegszone – das klingt machbar.

Neue Hoffnung für den VfL Wildeshausen

Bleibt Cloppenburg in der Oberliga, sieht die Spielordnung vor, dass die Zahl der Absteiger aus der Landesliga schon in der aktuellen Saison von fünf auf vier Teams reduziert wird. Das wären gute Nachrichten für den VfL Wildeshausen im Abstiegskampf, der als momentaner Viertletzter in seinen letzten vier Spielen zum Siegen verdammt ist. VfL-Trainer Marcel Bragula hatte schon vor Wochen in weiser Vorahnung angekündigt, „dass wir bis zum letzten Spieltag alles geben werden. Man weiß nicht, welche Mannschaft sich abmeldet oder zurückzieht. Da kann in der Abschlusstabelle jeder Platz entscheidend sein.“

Die Bezirksliga II spielt zur Zeit mit 17 Mannschaften, hat aber eine Sollstärke von 16 Teams. Vier Mannschaften steigen ab, Meister Heidmühler FC geht hoch. Schafft Wildeshausen den Klassenerhalt, gäbe es in der Bezirksliga II einen freien Platz. Denn Aufsteiger Heidmühler FC wird dann nicht von einem Absteiger aus der Region Oldenburg-Land/Delmenhorst (Kreisliga IV), Ammerland/Oldenburg-Stadt (Kreisliga III), Friesland/Wilhelmshaven/Wesermarsch (Kreisliga II) ersetzt.

Gibt es ein Aufstiegsspiel für den Kreisliga-Zweiten?

Das wiederum wären gute Nachrichten für die Tabellenzweiten der Kreisligen II, III und IV (voraussichtlich TSV Ganderkesee oder VfR Wardenburg), die in einer Dreier-Relegation den dann letzten freien Bezirksliga-Platz ausspielen.

Auswirkungen haben alle möglichen Szenarien auch auf die 1. Kreisklasse. Dort gibt es drei Aufstiegsplätze, wenn der Kreisliga-Zweite noch hoch geht oder wenn sowohl der FC Hude als auch der akut gefährdete SV Tur Abdin in der Bezirksliga den Klassenerhalt schaffen. (Weiterlesen: SV Tur Abdin trennt sich von Helmut Klußmann)