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Oldenburger Landesturnier 2016 Mehr als 100 Prüfungen im Rasteder Schlosspark

Von Lars Pingel | 29.04.2016, 08:58 Uhr

Die Organisatoren des Oldenburger Landesturniers 2016 erwarten rund 1000 Reiter mit 2500 Pferden. Für sie wurde der Hauptplatz im Rasteder Schloßpark saniert. Dort wird die 68. Auflage vom 19. bis 24. Juli ausgetragen.

78 Stunden Turniersport in den Disziplinen Gespannfahren, Voltigieren, Springen, Dressur und Vielseitigkeit bietet das Oldenburger Landesturnier vom 19. bis 24. Juli im Schloßpark in Rastede. Kein Wunder, dass der Organisationsleiter die Frage, ob es in der 68. Auflage sportlich etwas Neues gibt, mit „nein“ beantwortet. „Wir sind kapazitätstechnisch am Ende“, erklärt Torsten Schmidt. Rund 1000 Teilnehmer mit 2500 Pferden werden erwartet, darunter viele Pferdesportler aus dem Kreisreiterverband Delmenhorst. Mehr als 100 Prüfungen stehen im Zeitplan. „Damit ist das Prüfungsspektrum so umfangreich und vielfältig wie auf keinem anderen Turnier in Europa“, sagt Schmidt.

Neuerungen haben sich bewährt

Das Programm wurde auch deshalb nicht verändert, weil sich zwei Neuerungen des Vorjahrs laut Schmidt bewährt haben. Eine war, dass kein Team-Landesmeister in der Vielseitigkeit ermittelt wurde, sondern die beste Oldenburger Vereinsmannschaft, die aus fünf Sportlern, darunter ein Vielseitigkeitsreiter, bestand. Erster Sieger war eine Equipe des Reitervereins Ganderkesee .

20 Prüfungen für Jugendliche

Zudem gehören seit 2015 die Finals im Jugendchampionat und im Talentförderpreis zum Programm. Die Nachwuchsförderung sei den Ausrichtern sehr wichtig, sagte Turnierleiter Jan-Christoph Egerer, Vorsitzender des RRV Rastede: „Die Oldenburger Jugendchampions sind die Olympiasieger von morgen.“ 20 Prüfungen für Jugendliche sind ausgeschrieben. (Weiterlesen: Ganderekeseerin Jenny Tönjes gewinnt Landesmeisterschaft)

Aufgearbeitet wurden die Wetterkapriolen des vergangenen Jahrs. Am Samstag waren viele Springprüfungen und der Showabend wegen starkem Regens abgesagt worden. Aktive und Helfer hätten dann an einem Strang gezogen, sodass „fast alle Prüfungen am tollen Abschlusstag nachgeholt werden konnten“, sagte Egerer. Dank der Sponsoren, der Gemeinde und der Rasteder Vereine seien die finanziellen Folgen abgefangen worden: „Wir sind glimpflich davongekommen.“ (Weiterlesen: Springen abgesagt, Dressuren gehen weiter)

Turnierplatz wurde saniert

„Der Turnierplatz ist denkmalgeschützt“, erklärte Schmidt. Deshalb könne keine technische Entwässerung gebaut werden. Sie müsse über eine Neigung erfolgen. Nach dieser Erfahrung wurde die Grasfläche aber erneuert. Für den Unterbau sei eine Mischung mit hohem Lava-Anteil verwendet worden, um Wasser besser abzuführen. Die Kosten von 60000 Euro hätten sich Gemeinde und Ausrichter geteilt.

Höheres Preisgeld im Großen Preis

Die Veranstalter sind sich sicher, dass viele bekannte Profis im Schloßpark antreten; Namen nennen sie noch nicht. Dafür wird unter anderem die „Große Tour“ der Springreiter sorgen. Die drei Prüfungen sind mit 45000 Euro dotiert. 25000 davon (5000 mehr als 2015) werden im „Großen Preis“ vergeben. Der war im Vorjahr eigentlich erstmals für Samstag geplant, wurde wegen des Wetters aber wieder auf Sonntag verlegt. Und diesmal? „Es gibt noch keine Tendenz“, gab Schmidt zu. „Die Idee war, ihn auszutragen, bevor die Kutschen auf dem Platz waren.“ Nachfragen bei Reitern hätten keine Hilfe gebracht. 50 Prozent hätten für Samstag gestimmt, 50 Prozent für Sonntag. (Weiterlesen: Mario Stevens gewinnt den Großen Preis)