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Oldenburger Landesturnier 2016 Talente kämpfen in Dressur und Springen um Championate

Von Lars Pingel | 12.07.2016, 21:58 Uhr

Vom 19. bis 24. Juli wird in Rastede das Oldenburger Landesturnier 2016 ausgetragen. Zum Programm mit 114 Wettbewerben gehören auch die Final-Prüfungen des Jugendchampionats.

Der Präsident gerät ins Schwärmen. „Wir haben einen großen Wurf gelandet, als wir die Finals des Jugendchampionats und des Talentförderpreises nach Rastede geholt haben“, sagt Michael George, Vorsitzender des Reiterverbands Oldenburg. Im Schlosspark des Residenzorts im Ammerland richtet der Renn- und Reitverein Rastede vom 19. bis 24. Juli zum 68. Mal das Oldenburger Landesturnier aus. Die Möglichkeit, dort in einem Turnier mit den Profis antreten zu können, habe die Begeisterung für die beiden Wettbewerbe, mit denen der Verband den talentierten Nachwuchs fördern möchte, noch einmal verstärkt. „Viele wollen nach Rastede“, sagt George.

Viele Talente aus dem KRV Delmenhorst unter den besten 30

In den Qualifikationen für das Jugendchampionat wurden 340 Jugendliche gesichtet, berichtet George. Ausgeschrieben ist es in der A-Dressur, in einer Stil-Springprüfung der Klasse A und einem Kombinierten Wettbewerb der Klasse E. In Turnieren in Hude, Lemwerder, Klein Roscharden, Garrel und Cloppenburg konnten Reitsportler der Jahrgänge 2000 und jünger Punkte sammeln, um sich einen der jeweils 30 Final-Startplätze zu sichern. In die Wertung kamen die drei besten Ergebnisse. Auf diesem Weg waren auch einige Talente aus dem Kreisreiterverband Delmenhorst erfolgreich. Jette Lakeberg vom RC Hude belegt mit Nadeshi sogar den ersten Platz im Ranking des Kombinierten Wettbewerbs. In dessen Finalprüfungen können zudem Jule Freericks mit O’Mara, Johanne Geue mit Mad Max (alle RC Hude), Jara Seeberger mit Cloonaghmore Lad (RSV Schierbrok), Levi Cordes mit Orchid’s Gador (RV Ganderkesee), Philine Wittkopf mit Pilat’s Baltharzar (RuFV Holle-Wüsting) und Fenja Hermann mit Danley (RV Hohenböken) reiten. In der A-Dressur haben Celine Burgdorf mit Bentendro, Laura Lakeberg mit Nadeshi, Chiara-Sophie Stöver mit Fino Royal (alle RC Hude), Deike Malin Ostermann mit Donnerlittchen (RV Grüppenbühren), Lina Marie Tapken mit Diamant, Nina-Sue Neumann mit Nudossie Nussnougat, Antonia Busch-Kuffner mit Dentleiner (alle RV Ganderkesee), Leonie Kleber mit Beach Boy (RSV Schierbrok) und Celina Böschen mit Wasall (RuFV Holle-Wüsting) einen Platz unter den ersten 30 erreicht. Im A-Springen gelang das Celine Burgdorf mit Bentendro (RC Hude), Katharina Wuthe mit Quadronja, Jelde Kohlschein mit Giovanni, Alina Hische mit Whoopi/Lätitia und Lina Katrin Köhler mit Sure Lady (alle RV Ganderkesee).

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Profi lobt Jugendarbeit

„Die Jugendarbeit, die hier geleistet wird, ist vorbildlich und nicht selbstverständlich“, lobt Gerd Sosath vom Stedinger RuFV Sturmvogel Berne. Einer der Profis, die in Rastede antreten werden. Er ist überzeugt, dass sie Früchte trägt. „Wenn so etwas angeboten wird, kommen auch gute Sportler heraus“, sagt der Springreiter. Das glauben auch die Organisatoren. „Das, was dem Reiterverband gelungen ist, sichert auch die Zukunft des Landesturniers ab“, sagt Turnierleiter Jan-Christoph Egerer.

Sandra Auffarth meldet für Springprüfungen

Egerer freut sich, dass die Olympiasiegerin, Doppel-Weltmeisterin und Deutsche Meisterin 2016 in der Vielseitigkeit, Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee, in Rastede starten wird. Sie wird sich dort allerdings mit Spezialisten messen. Die 29-Jährige hat mit Nachwuchspferden, die im Stall der Familie ausgebildet werden, für einige Springprüfungen gemeldet.

Insgesamt 1000 Reitsportler, die 20 Nationen repräsentieren, haben ihre Teilnahme angekündigt. Sie bringen 2500 Pferde mit. Für sie wurden 114 Wettbewerbe in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren ausgeschrieben.

Turnierleiter Jan-Christoph Egerer gerät ins Schwärmen

Aber nicht nur die jungen Reiter fiebern dem 19. Juli entgegen, erzählt Egerer. Auch das Organisationsteam und seine mehr als 400 Helfer können den 19. Juli kaum erwarten. „Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert“, sagt Egerer. „Top-Sportler aus allen Disziplinen“ und die „Stars von morgen“ seien im Schlosspark zu Gast. Und dann gerät auch der Turnierleiter vollends ins Schwärmen: „Gegenwart und Zukunft, Spitzenleistungen und ländliche Reiterei, Sport und Zucht – das Landesturnier spannt sechs Tage lang einen großen Bogen und vereint die große Familie der Pferdeliebhaber.“