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Oldenburger Landesturnier 2017 Ganderkeseer Werner Tapken ist neuer Parcourschef

Von Lars Pingel | 11.07.2017, 14:11 Uhr

Der Ganderkeseer Werner Tapken ist der neue Parcourschef des Oldenburger Landesturniers in Rastede. Vom 18. bis 23. Juli 2017 wird er mit seinem Team auf dem Turniergelände im Schlosspark die Hindernisse für 43 Springprüfungen aufbauen.

Das Oldenburger Landesturnier in Rastede ist groß. „Mit insgesamt 110 Wettbewerben in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren ist das Prüfungsspektrum einmal mehr so umfangreich und vielfältig wie auf kaum einem anderen Turnier in Europa“, erklärt das Organisationsteam um die Turnierleiter Jan-Christoph Egerer, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Renn- und Reitvereins, und Michael George, Präsident des Reiterverbands Oldenburg. Und das Turnier hat Tradition. Von Dienstag, 18. Juli, bis Sonntag, 23. Juli, wird es im Schlosspark des Residenzorts im Ammerland zum 69. Mal ausgetragen.

Rund 1000 Teilnehmer haben dafür ihre Nennung abgegeben. Sie bringen 3500 Pferde an den Start, erklären die Veranstalter. Klar, dass es selbst für einen „Reitsport-Routinier“ etwas Besonderes ist, in diesem Turnier an wichtiger Stelle Verantwortung zu übernehmen. „Ich war froh und ein bisschen stolz, als man mich gefragt hat. Ich gehe die Aufgabe aber auch mit dem nötigen Respekt an“, sagt der Ganderkeseer Werner Tapken. Er ist der neue Parcourschef des Landesturniers. Mit seinem Team ist er für den Aufbau der Hindernisse in den 43 Springprüfungen verantwortlich.

Werner Tapken war schon als Aktiver und als Richter dabei

Im vergangenen Herbst hätten sich die Verantwortlichen des Landesturniers in Rastede erkundigt, ob er die Aufgabe übernehmen und damit Nachfolger des Hatters Hans Sattler, der das Amt mehr als 30 Jahre lang innehatte, werden wolle, erzählt Tapken. Die Veranstaltung, in der auch die Meistertitel des Landesverbands Oldenburg vergeben werden, dem die Kreise Delmenhorst, Oldenburg, Ammerland, Cloppenburg-Vechta, Wesermarsch und Friesland-Wilhelmshaven angehören, kennt er ausgesprochen gut. „In jungen Jahren bin ich in der Vielseitigkeit und im Springen selbst gestartet“, sagt er. Als Trainer hat er dort mehrfach Teams und Reiter zu guten Platzierungen und Siegen geführt. Und: „In den letzten sechs Jahren war ich als Richter in Rastede.“

Der Ganderkeseer hat, um als Parcourschef für Springprüfungen verantwortlich sein zu können, eine Ausbildung mit anschließender Prüfung absolviert, deren Inhalte von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung festgelegt sind. Er qualifizierte sich danach weiter, sodass er auch einen Parcours auf höchstem nationalen Niveau, wie den Großen Preis von Rastede am 23. Juli (ab 16.30 Uhr) als Springprüfung der Klasse S*** mit Stechen, aufbauen darf.

Parcours „muss fair sein“

Tapken weist inzwischen viel Erfahrung auf, ist unter anderem seit acht Jahren Parcourschef des Pfingstturniers des RV Ganderkesee, seit drei Jahren nimmt er diese Aufgabe auch bei der Weser-Ems-Meisterschaft in Cloppenburg wahr. Die Tätigkeit in Rastede bezeichnet er trotzdem als „Herausforderung“. Eben weil das Landesturnier Tradition hat, weil es groß ist und viel Preisgeld vergeben wird, erklärt Tapken. Die wird er annehmen: „Ich sehe dem Turnier optimistisch entgegen, weil wir ein tolles Team haben.“ Dem gehören seine Assistenten Melanie Pierzina und Andre Blohm sowie insgesamt 15 Helfer aus dem RRV Rastede an. Mit ihnen möchte Tapken in jeder Prüfung einen Parcours aufbauen, der fair ist. Reiter und Pferde sollen harmonische Ritte zeigen können, „die unseren Sport gut präsentieren“. Am Ende sollen aber natürlich die besten Reiter und die besten Pferde vorne platziert sein. Für den Aufbau sind Höhe, Weite und Anzahl der Hindernisse und die Kurslänge anhand des Niveaus in einer Prüfungsordung vorgegeben. Alles andere entscheidet der Parcourschef, dabei richtet er sich natürlich auch nach den örtlichen Gegebenheiten.

Detailplanung läuft seit drei Wochen

Tapken beschäftigt sich schon „seit einigen Wochen“ mit den Rasteder Prüfungen. Schließlich gilt es, die Kurse so zu planen, dass auch der Auf- und Abbau so funktioniert, dass es keinen Zeitverzug gibt. „Seit drei Wochen“ läuft die Detail-Planung, sagt Tapken. Gibt es vielleicht so etwas wie ein Markenzeichen für einen „Tapken-Parcours“, das dann auch im Schlossplatz zu sehen sein wird? „Jeder Parcourschef hat so seine eigenen Linien“, antwortet der Ganderkeseer: „Ich wüsste aber nichts Spezielles, das typisch für mich ist.“