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Oldie-Kreismeisterschaften 2016 TuS Heidkrug will in der Halle den Titel-Hattrick

Von Frederik Böckmann | 14.01.2016, 14:10 Uhr

Sieger 2014: TuS Heidkrug. Sieger 2015: TuS Heidkrug. Und 2016? Der Ü40-Titelverteidiger TuS Heidkrug geht dieses Jahr erneut als Favorit bei den Kreismeisterschaften der Oldies beim VfL Stenum ins Rennen – und baut natürlich auf seinen Torjäger Ralf „Schoko“ Faulhaber.

Der FC Hude? Ja, die seien schon gut besetzt. Die SG Döhlen/Großenkneten? Ja, auch das sei in der Halle eine absolute Topmannschaft. Ralf Faulhaber muss nicht lange überlegen, wenn er die Top-Favoriten für die Hallenmeisterschaft der Ü40-Fußballer benennen muss. Aber ein weiteres Team will „Schoko“ Faulhaber auch nicht verschweigen, wenn er über die absoluten Titelkandidaten für die Hallemeisterschaften am kommenden Wochenende (15. bis 17 Januar) beim VfL Stenum sprechen muss: es ist sein eigenes, der TuS Heidkrug, der Champion der vergangenen beiden Jahre.

„Klar, wir gehören natürlich auch zu den Favoriten und werden sicherlich ein Wörtchen mitreden“, sagt Faulhaber, der den TuS im vergangenen Jahr mit zwei Finaltoren gegen die SG Döhlen/Großenkneten zum Titel schoss. 2015 trat Heidkrug mit einem „Rumpfkader“ (Faulhaber) zu den HKM an – und gewann den Titel trotzdem. Daher klingt es schon fast wie eine Drohung, wenn Faulhaber mit Blick auf die drei Turniertage verspricht: „Wir werden eine schlagkräftige Truppe aufbieten können. Es sieht gut aus bei uns.“ Ob Faulhaber selbst, Torwart Carsten Barm oder „Locke“ Trätmar: der TuS hat mehrere Regionalliga-erfahrene Spieler in seinen Reihen.

Doch es sind nicht nur die Heidkruger oder der FC Hude (mit Thorsten Voigt) und die SG Döhlen/Großenkneten (möglicherweise mit Ex-Nationaltorwart Hans-Jörg Butt), die mit starken Individualisten aufwarten. Auch die anderen Teams wie Jahn II, DTB, Baris, Stenum I und II oder auch Heidkrug IV haben einige ausgewiesene Hallencracks in ihren Reihen, wie Faulhaber aus Erfahrung weiß. ( Weiterlesen: Ü40-Fußballer kämpfen um Kreismeisterschaft)

Deshalb will der Goalgetter mir seinen Spielern die Partien auch mit der nötigen Demut angehen. „Man muss schon eine gute Tagesform haben. Und etwas Glück gehört auch dazu“, weiß Faulhaber, der sich auf den Hallenkick freut. „Ich mag das Spiel mit den kleinen, engen Räumen und den kurzen Drehungen – das liegt mir“, sagt der Torjäger. Und der nicht gerade als Laufwunder bekannte „Schoko“ Faulhaber ergänzt schmunzelnd: „Für mich sind die Wege zum Tor natürlich auch nicht so weit.“

Apropos Tore: Dass seine Mannschaft wieder Treffer von ihm erwartet, stört Faulhaber nicht. Im Gegenteil. „Dafür spiele ich doch Fußball, Tore schießen ist meine Stärke“, sagt Faulhaber und lacht: „Ich werde sicherlich einiges auf die Knochen bekommen.“

Hart geführte Zweikämpfe sind bei den Ü40-Oldies aber eher die Ausnahme, auch das „Gebolze aus allen Lagen“ (Faulhaber) ist bei den Oldies selten an der Tagesordnung. Sie legen ihren Fokus auf gepflegtes Passspiel. Zum Glück, wie Faulhaber findet – auch mit Blick auf die Hallenmeisterschaften der Herren am vergangenen Wochenende. „Da haben es einige Mannschaften mit ihrem Einsatz vor allem an den Banden doch übertrieben“, meint Faulhaber. Es sei daher vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn die Herren mittelfristig wie die Jugendlichen nach Futsal-Regeln spielen würde.

Die Oldies werden indes wohl auch in den kommenden Jahren weiter nach Fußball-Regeln spielen, das gilt sowohl für die Ü40- als auch für die Ü50-Kicker, die erstmals ihren Titelträger küren. Die SG Döhlen/Großenkneten, Borussia Delmenhorst, der TSV Ganderkesee, der TuS Heidkrug sowie zwei Teams des VfL Stenum spielen ihren Cup-Gewinner am Samstagnachmittag (siehe Übersicht) nach dem Modus Jeder-gegen-Jeden aus.